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Bavaria 32 Cruiser für 64.000 Euro

Giebelstadt (Juli 2009, SP) Die Bavaria Yachtbau GmbH in Giebelstadt hat im Zehn-Meter-Bereich eine Preis-Offensive eröffnet: Die neue Bavaria Cruiser 32 wird für 64.140 Euro auf den Markt geworfen.

Mehr bei unserem Partner-Portal Yachtfernsehen.com.

Yachtpilot gratis bei der Kreuzer-Abteilung

Hamburg (SP) Bei der Kreuzer-Abteilung des DSV gibt es in einer Sonderaktion den "Yachtpilot" auf CD-ROM gratis. Das Angebot gilt allerdings nur für Mitglieder (auch des Clubs der Kreuzer-Abteilung). Der "Almanach für den Yachtsport" ist ein Loseblattwerk, das jährlich ergänzt wird. Es enthält ergänzende Informationen zu den Hafenhandbüchern von Ost- und Nordsee. Skipper finden Angaben zu: Sicherheit und Rettung, Seewetter, Zoll, Schifffahrtsrecht, Schiffsführung und Nautik, Seekarten und Handbücher, Fischerei, Recht an Bord, Naturschutz-, Schieß- und Sperrgebiete, Seeunfälle und Seeämter, Strandung und Bergung, Funk, Flaggenführung, Registrierung und Vermessung, Führerscheine, Wettbewerbe und Behörden.

Dazu kommt ein Fachwortverzeichnis für acht europäische Sprachen mit den deutschen Übersetzungen sowie ein entsprechendes Abkürzungsverzeichnis.

Bei HanseNautic.de ist das Werk aus dem DSV-Verlag zurzeit nicht lieferbar ("Zeitpunkt der Neuerscheinung noch nicht bekannt"), auch die Nachträge für 2008 und 2009 sind nicht erhältlich.

Infos: kreuzer-abteilung.org, hansenautic.de

Yacht treibt auf dem Atlantik - Crew verschwunden

Brüssel (SP) Die Crew der belgischen Yacht "Genesis" hat etwa 250 Seemeilen westlich der Azoren eine treibende französiche Segelyacht entdeckt: Die Segel waren angeschlagen, doch von der zweiköpfigen Mannschaft fehlt jede Spur. Der erfahrene Regattasegler Gaétan de la Goublaye ( 62) war mit seinem Freund Denis Guilmin (47) an Bord der "L'Actuel" auf dem Weg von Martinique nach Le Havre. Letzter Hafen der zehn Meter langen Jeanneau Sun Rise 35 war Saint-Pierre and Miquelon an der Südküste von Neufundland. Bereits in der vergangenen Woche hatte Marie de la Goublay ihren Vater als vermisst gemeldet: Er hatte sich nicht mehr gemeldet. Seitdem läuft eine großangelegte Suchaktion unter Beteiligung der MRCC in Neufundland, England, Frankreich und der Azoren. Doch die Strecke zwischen letzter Meldung und Fundort beträgt über 500 Seemeilen. Als die Yacht gefunden wurde, schwammen Leinen im Wasser, das Groß war gerefft. Im Salon war einiges durcheinander geflogen: Das könnte darauf hindeuten, dass die beiden Segler in schweres Wetter geraten waren.

Quelle: sail-world.com

Hanse Yachts übernimmt Dehler - Deal ist pefekt

Greifswald (SP) Der Vertrag ist unterschrieben: Hanse Yachts übernimmt Dehler Yachts. Alle Infos, und wie es mit Dehler im Sauerland weitergehen soll, bei Yachtfernsehen.com

Johannes B. Kerner bei der Kieler Woche

Johannes B. Kerner an Bord einer J-80 Yacht beim BMW Fleet Race.

Kieler Woche: Johannes B. Kerner beim BWM Race

Kiel (RP) Bereits zum siebten Mal präsentiert BMW die Kieler Woche (20. bis 28. Juni 2009). Dazu zählt auch das BMW Kieler Förde Fleet Race, das es jedermann ermöglicht, mit professionellen Skippern Wettfahrten zu segeln. Jetzt mit dabei: Fernsehmoderator und TV-Produzent Johannes B. Kerner. "Ich habe mich sehr über die Einladung von BMW gefreut, denn ich segle sehr gerne", sagte Kerner. Der 44-Jährige ging mit seiner Crew an Bord einer der sechs J-80-Yachten, auf denen die Wettfahrten bestritten werden. Der Spaß stand im Vordergund - deshalb gab es auch keine Verlierer oder Gewinner.

Wo man den besten Blick auf Oldtimer hat

Roald Amundsen

Kieler Woche: Tipps für die Windjammerparade

Segel-Manöver auf der Gorch Fock. Foto: sailpress.com

Windjammerparade mit Gorch Fock, Mir und Sedov

Kiel (SP) Die Windjammerparade am Sonnabend, 27. Juni, 11 bis 13 Uhr, wird wieder ein maritimer Höhepunkt der Kieler Woche. Das deutsche Segelschulschiff Gorch Fock führt die Parade an, mit dabei sind die ganz großen russischen Windjammer Mir und Sedov sowie die Christian Radich aus Norwegen, die Großherzogin Elisabeth, die Alexander von Humboldt ("Alex") mit den grünen Segeln und die Thor Heyerdahl. Sie alle führen jeweils eine Gruppe kleinerer Segelschiffe an.

Rund 100 Groß- und Traditionssegler sowie die vom Kieler Museumsschiff Bussard angeführten 20 Dampfschiffe und Begleitfahrzeuge bilden offiziell die Windjammerparade. Dazu gesellen sich noch ungezählte kleine Yachten und Boote, die das Aufstellen der Paradeformation aber nicht beeinträchtigen dürfen.

Am Sonnabend verlassen die Schiffe gegen 9.45 Uhr ihre Liegeplätze und begeben sich am Ostufer der Innenförde in Warteposition. Um 10.45 Uhr werden bei günstigem Wind in der Förde die Segel gesetzt; um 11 Uhr laufen die Schiffe in Paradeformation aus und nehmen Kurs Richtung Laboe.

Wenn der Wind zum Paradestart richtig weht, werden auf den Seglern alle Tücher hochgezogen. Mit einem Tempo von vier Knoten wird mit nordöstlichem Kurs durch die Friedrichsorter Enge am Laboer Ehrenmal vorbeigesegelt. Ein gutes Stück dahinter löst sich die Parade gegen 13.30 Uhr auf, wenn die Schiffe eigene Wege einschlagen.

Die besten Aussichten haben Segelfreunde am Falckensteiner Strand und am Leuchtturm Friedrichsort, wo auch gleich ein kleines Stadtteilfest gefeiert wird. Weitere gute Aussichtspunkte am Westufer der Förde sind der Leuchtturm Holtenau am Eingang zum Kanal und in der Innenförde das Hindenburgufer und die Kiellinie. Auf dem Ostufer haben Interessierte in Kitzeberg und Mönkeberg gute Plätze nah am maritimen Großereignis.

Im Internet stehen unter www.kieler-woche.de Informationen zur Windjammerparade und zu den teilnehmenden Schiffen.

Alles über Seekrankheit

Tipps gegen Seekrankheit bei www.Sailpress.com: Medikamente und die richtige Ernährung, mehr.

Kampf um Hafen-Neubau auf dem Darß

So könnte der neue Etappenhafen auf dem Darß, zwischen Hohe Düne und Seebrücke, einmal aussehen.

Unterschriftenaktion für neuen Hafen Darßer Ort

Prerow (SP) Die Inititative "Rettet Prerow" kämpft für den Ersatz des Nothafens Darßer Ort. Sie verlangt ein Raumordnungsverfahren: Es soll zeigen, ob sich zwischen Hohe Düne und Seebrücke ein Sportboot- und Etapenhafen realisieren lässt. Unter http://www.darsserhafen.de kann man online seine Stimme für den Bau des für Fischer und Segler aus Sicherheitsgründen wichtigen Hafens abgeben.

Auf der Seite www.darsserhafen.de heißt es unter anderem: "Liebe Besucher, warum ein Ja zum Küstenhafen vor Prerow? Weil die Landesregierung den Darßer Ort schließt; weil die Sicherheit küstennah und in der Kadet-Rinne leidet; weil unsere Fischer in ihrer Existenz gefährdet sind; weil Strömungen hier relativ gering sind; weil der geringste Naturverbrauch damit einher geht; weil keine Hotels oder Wohnungen entstehen; weil die landseitige Bebauung nur 5 eingeschossige Häuser umfasst; weil kein Wirtschaftshafen entsteht (Windkraftversorgung ausgeschlossen); weil die Durchgängigkeit des Strandes erhalten bleibt; weil unser Ort mit Zugang von der L21 nicht belastet wird; weil alle Kosten von uns, dem Steuerzahler, getragen werden Darum soll ein Raumordnungsverfahren vor diesem Hintergrund und nach 20 Jahren Diskussion und zig Studien die Machbarkeit prüfen."

Zwischen Rostock und Barhöft, immerhin etwa 50 Seemeilen, gibt es sonst keinen Hafen. Besonders seit einem Todesfall im Frühjahr drängt die DGzRS, die früher im Nothafen einen Rettungskreuzer stationiert hatte, auf eine Lösung. Der Nothafen litt unter stäniger Versandung.

Vor dem Darß kommt es besonders bei schwerem Wetter regelmäßig zu Notsituationen. Retter müssen oft stundenlange Anfahrten auf sich nehmen. Auch eine Lösung mit einem neuen Inselhafen scheint in weite Ferne gerückt.

Abstimmen unter www.darsserhafen.de

Nothafen Darßer Ort erst im Herbst freigebaggert

Darß/Schwerin (SP) Der Nothafen Darßer Ort wird frühestens im Herbst ausgebaggert sein. Das sagte MVP-Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) im Schweriner Landtag. Er „hoffe, dass die Ausbaggerung der versandeten Zufahrt noch vor Beginn der Sturmsaison abgeschlossen" sei. Erst in der nächsten Woche soll entgegen der bisherigen Verlautbarungen seines Ministeriums die Arbeiten ausgeschrieben werden. Die Kosten betragen etwa 560 000 Euro. Der Nothafen soll aber wohl nicht dauerhaft betrieben werden, hieß es im Landtag. Zwischen Rostock und Barhöft, immerhin etwa 50 Seemeilen, gibt es sonst keinen Hafen. Besonders seit einem Todesfall im Frühjahr drängt die DGzRS, die früher im Nothafen einen Rettungskreuzer stationiert hatte, auf eine Lösung. Vor dem Darß kommt es besonders bei schwerem Wetter regelmäßig zu Notsituationen. Retter müssen oft stundenlange Anfahrten auf sich nehmen. Auch eine Lösung mit einem neuen Inselhafen scheint in weite Ferne gerückt.

Müritz: Überladenes Segelboot gekentert

Zielow (SP) Nach einem Segelunfall auf der Müritz ermittelt die Wasserschutzpolizei gegen den 21-jährigen Skipper. Der Student aus Göttingen soll am Samstag angetrunken und mit einem deutlich überladenen Boot unterwegs gewesen sein, so die WSP in Waldeck. Die Kielyacht war bei sechs Bft gekentert, alle neun Crewmitglieder wurden gerettet. Der 21-Jährige war rotze Warnungend es Verleihers mit acht Kommilitonen im Alter von 18 und 23 Jahren in Zielow zu einem Törn Richtung Bolter Kanal gestartet. Bei einer Wellenhöhe von bis zu einem Meter schlug Wasser ins Boot, in einer Böe kenterte es. Zwei Männer schwammen an Land, sechs weitere trieben mit der Yacht ins flache Wasser. Ein Student musste von einer Boje gerettet werden, an der er sich festgehalten hatte. Alle Verunglückten trugen Rettungswesten. Nach Angaben der WSP waren rund 100 Rettungskräfte, zehn Suchboote und ein Hubschrauber an der Bergung der Schiffsbrüchigen beteiligt. Einer der jungen Männer hatte eine Unterkühlung, sonst blieben die Studenten unverletzt. Ein Atemalkoholtest beim Bootsführer fiel positiv aus, bei ihm wurden 1,1 Promille gemessen, so die WSP. Sie warnte davor, ohne Kenntnisse der Revier- und Wetterverhältnisse auf unbekannten Gewässern zu segeln. Auf der Müritz baue sich bei Starkwind schnell ein steiler und kurzer Seegang auf. (Quellen: WSP, u.a.)

Moorings eröffnet neue Charterbasis in Thailand

Phuket / Thailand (SP) Pünktlich zum Saisonstart der Winter-Reiseziele eröffnet Moorings eine neue Charterbasis in Thailand und erschließt damit den südostasiatischen Raum. Mehr bei Yachtfernsehen.com unter Charter

Erste virtuelle Regatta bei der Kieler Woche

Kiel (SP) Bei der Kieler Woche 2009 (20. - 28. Juni 2009) wird erstmals eine virtuelle Regatta veranstaltet. Grundlage ist die Simulationssoftware Virtual Skipper. Da aufgrund begrenzter Internetleistungen bei virtuellen Regatten nur eine begrenzte Anzahl Boote zugelassen werden können, wird nach einem speziellen Qualifikations-Modus gesegelt. Vom 25. Mai bis 7. Juni 2009 fanden verschiedene Qualifikationsregatten statt. Aus den Qualifikationswettfahrten wurde ermittelt, welche Segler an den im Rahmen der Kieler Woche 2009 stattfindenden Halbfinal- und Finalserien teilnehmen darf. Das in zwei Serien à 25 Booten ausgetragene Halbfinale findet am 20. und 21. Juni, ab 17:00 CEST, unter den besten 50 Skippern der Qualifikation statt. Am 23. und 24. Juni, ab 18:00 CEST, folgt dann das Finale mit 20 Booten. Der Sieger aus allen Regatten wird dann am letzten Sonntag zur Siegerehrung nach Kiel anreisen. Hier wird er diesen Tag mit einer Regattabegleitfahrt beginnen und mit der Siegerehrung abschließen. Gesegelt wird mit dem beliebtesten VSK-Boot, dem ACC, der Nachbildung der Version 5 der America’s Cupper. Mehr Infos: Kieler Woche und vskfun.com

Broschüre Sicherheit an Bord

Köln (SP) Broschüre "Sicherheit an Bord": Wissenswertes nicht nur für alle Wassersport-Einsteiger, sondern auch für gestandene Seefahrer steht in der Info-Broschüre des Fachverbandes Seenot-Rettungsmittel. Kollektive Rettungsmittel wie Rettungsinseln, aber auch Rettungswesten, Signalmittel, Kälteschutzanzüge und Wartung sind die Themen des handlichen Heftes.

Zu bekommen ist das Heft entweder per Download oder über die Geschäftsstelle des Fachverband Seenot-Rettungsmittel, Gunther-Plüschow-Straße 8, 50829 Köln. Tel: 0221/595710, Fax: 02215957110, E-Mail: info@fsr.de.com

(v.l.): Heiko Erdwiens, Gerd Schwips und Hermann Janssen von der Besatzung der BERNHARD GRUBEN mit dem kleinen Heuler. (c) DGzRS

Seenotretter bringen Heuler in Sicherheit

Norderney (SP) Um einen ungewöhnlichen Gefallen baten Wattführer und Jäger von Norderney gestern Abend, am 11. Juni 2009, die Seenotretter des Seenotkreuzers BERNHARD GRUBEN auf Norderney: Sie hatten einen kleinen Heuler in ihre Obhut genommen, der dringend in die Seehundstation Norddeich transportiert werden musste. Diesen Gefallen taten ihnen die Seenotretter gern. Im Rahmen einer Kontrollfahrt nahmen sie den kleinen Gesellen als Gast an Bord und brachten ihn mit dem Tochterboot nach Norddeich, wo er in fachgerechte Pflege übergeben wurde.

Über Bord gegangener Segler von Heli gerettet

Bremen (SP) Von einer deutschen Segelyacht ist heute, Donnerstag, 11. Juni 2009, bei der Ansteuerung der Kieler Förde ein Mann über Bord gegangen. Er konnte von einem Hubschrauber des Marinefliegergeschwaders 5 (MFG 5) gerettet werden.

Um 17.48 Uhr empfing BREMEN RESCUE RADIO der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) über den Not- und Anrufkanal UKW-Kanal 16 eine Mayday-Alarmierung. Von Bord der Yacht wurde 7 Seemeilen (13 Kilometer) östlich Kiel Leuchtturm ein „Mann über Bord“ gemeldet. Der Mann war mit einer Rettungsweste und Überlebensanzug bekleidet.

Die Seenotleitung Bremen alarmierte sofort den Seenotkreuzer BERLIN / Station Laboe und das MFG 5. BREMEN RESCUE strahlte ein Mayday-Relay aus, woraufhin sich zahlreiche Schiffe zur Unterstützung bei der Suche meldeten. Um 18.07 Uhr war der Hubschrauber im Suchgebiet und meldete kurz darauf die Sichtung des Mannes. Wenige Minuten später konnte er vom Hubschrauber aufgenommen werden. Über der Ostsee herrschen zurzeit starke Winde aus Nordwest mit sechs, in Böen bis zu zehn Beaufort mit schwerem Seegang.

Rückruf von Garmin BlueCharts

Hamburg (SP) Benutzer von elektronischen Seekarten, aufgepasst: Die Firma Garmin ruft aus Sicherheitsgründen ihre neuesten BlueChart-Produkte (BlueChart g2 und g2 vision 2009) zurück. Speicherkarten, die zwischen dem 8. April und 3. Juni diesen Jahres erworben wurden, weisen in bestimmten Seegebieten ungenaue Wassertiefen auf.

Hansenautic rät: "Bitte beachten Sie dazu unbedingt die von Garmin veröffentlichten Informationen für Endkunden!"

Der Lieferstopp für die 2009er g2- und g2 vision-Module besteht somit weiterhin. Infos: www.hansenautic.de.

Kieler Woche 2009 - Segelsport, Sommerfest + Meer

Kiel (SP) Die 127. Kieler Woche vom 20. bis 28. Juni 2009 wird ein großartiges Spektakel für alle Generationen. Auf dem Wasser, zu Lande und in der Luft - das größte Segelsportereignis der Welt und größte Sommerfest im Norden Europas. Die Segler auf der Kieler Förde locken mindestens 300.000 Zuschauer in das Olympiazentrum nach Schilksee. Mehr bei www.Reisefernsehen.com, Yachting.

Mön: Hafen Klintholm wieder geöffnet

Düsseldorf (SP) Wie die Yacht auf ihren Internetseiten berichtet, gibt es im Yachthafen Klintholm auf Mön wieder den gewohnten Service. Zuletzt waren Wasser, Strom und Toilettenhäuschen gesperrt. Es habe Probleme mit dem deutschen Betreiber gegeben.

Funkgeräte in Belgien: Doppel-Regel ausgesetzt

Brüssel (SP) Auf belgischen Binnenwasserstraßen galt seit 1.1.2009 für alle Boote ab sieben Meter Länge die Verpflichtung, zwei ATIS-Funkgeräte an Bord zu haben (Pleisure Vademecum). Soeben hat der Federale Overheidsdienst Mobiliteit en Vervoer mitgeteilt, dass diese Verpflichtung für Fahrzeuge unter 20 Meter zunächst bis auf Weiteres ausgesetzt wird. Doch weiterhin müssen Fahrzeuge ab sieben Meter Länge am Binnenschifffahrtsfunk teilnehmen können (Funkausrüstungspflicht.)

Diese für besonders für deutsche Sportbootfahrer schikanöse Regel hatte für eine Protestwelle gesorgt.
Weitere Infos (PDF-Download des Pleisure Vademecum) Federale Overheidsdienst Mobiliteit en Vervoer

Gestrandete Segelyacht im Schlepp

Die gestrandete Segelyacht auf dem Haken der VERENA.

Yacht zwischen Langeoog und Spiekeroog in Seenot

Bremen (SP) Eine zehn Meter lange Segelyacht mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern an Bord strandete heute, am 4. Juni, 2009 um ca. 9.45 Uhr in der Brandungszone im Seegatt zwischen Langeoog und Spiekeroog. Nur einer schnellen Alarmierung der Seenotretter war es zu verdanken, dass die Yacht bei ablaufendem Wasser rechtzeitig von den Seenotrettern auf den Haken genommen werden konnte.

Die Segelyacht war von Spiekeroog ausgelaufen und im Seegatt nach Maschinenausfall bei Windstärken mit sechs Beaufort auf das Norderriff getrieben. Per DSC-Alarm (digitaler Notruf) wurde die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmiert, die sofort mehrere eigene Einheiten sowie sämtliche weiteren verfügbaren Fahrzeuge und einen Hubschrauber der Marine in das Seegebiet schickte.

Die in der Nähe befindliche Yacht „Morgana“ konnte in schwerem Seegang zunächst eine Leinenverbindung zum Havaristen herstellen, die jedoch bereits nach wenigen Minuten brach. Das Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL, das aus südlicher Richtung von Neuharlingersiel kam, konnte durch die Brandung im Seegatt bereits nicht mehr zu der aufgelaufenen Yacht gelangen. Schließlich gelang es dem Havaristen, unter Segel kurzzeitig wieder freizukommen. Kurz nach 11 Uhr waren die Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN der Station Norderney und HERMANN MARWEDE der Station Helgoland vor Ort. Die Besatzung des Tochterbootes der HERMANN MARWEDE stellte eine Leinenverbindung her.

Mit der Yacht im Schlepp machte sich das Tochterboot VERENA, begleitet vom Seenotkreuzer, auf den Weg zum nächsten sicher anzulaufenden Hafen Hooksiel. Um 15.30 Uhr übernahm der Seenotkreuzer VORMANN STEFFENS die Yacht. Die HERMANN MARWEDE kehrt auf ihre Station Helgoland zurück.
Das Eintreffen des Schleppverbandes in Hooksiel wurde gegen Abend erwartet.

Seenotretter bergen Verletzten von Dreimaster

Rügen / Sassnitz (SP) Einen nach einem Sturz an Bord schwer verletzten Mann haben die Seenotretter am Dienstag, 2. Juni 2009, etwa zwölf Seemeilen (ca. 22 km) nordöstlich von Rügen vom Dreimast-Gaffelschoner „Amphitrite“ abgeborgen.

Um 16.45 Uhr hatte der Kapitän des über 40 Meter langen, historischen Segelschoners über BREMEN RESCUE RADIO die Seenotretter alarmiert. Der Seenotkreuzer WILHELM KAISEN der Station Sassnitz lief sofort aus. Parallel wurde über die Rettungsleitstelle Rügen ein Notarzt angefordert.
Da der Verletzte zeitweise bewusstlos wurde, war höchste Eile geboten, so dass der Seenotkreuzer nicht auf das Eintreffen des Notarztes warten konnte.

Die WILHELM KAISEN traf um 17.30 Uhr an der „Amphitrite“ ein und übergab per Tochterboot zwei Besatzungsmitglieder zur medizinischen Erstversorgung des Verletzten. Der vom Hubschrauber Christoph 47 inzwischen nachgebrachte Notarzt wurde kurz darauf ebenfalls auf den Segelschoner übergeben.

Nach vorläufiger Stabilisierung des Patienten übernahm die WILHELM KAISEN den Schwerverletzten, der im Bordhospital bis zum Eintreffen in Saßnitz vom Notarzt weiterbehandelt wurde. Von dort wurde der Mann mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Greifswald geflogen.

Seenotretter bergen verletzte Seglerin

In Schlauchbooten herbeigeeilte Helfer unterstützten vor Grömitz die Seenotretter, die eine verletzte Frau versorgten.

Wieder Seenotfall vor Darßer Ort

Bremen (SP) 50 Freizeitskipper und ihre Besatzungen mussten am Pfingstwochenende die Hilfe von Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten der DGzRS in Nord– und Ostsee in Anspruch nehmen. Navigationsprobleme und technische Defekte an Ruder- und Antriebsanlagen waren die häufigsten Ursachen.

Über sechs Stunden war der Seenotkreuzer THEO FISCHER / Ersatz-Station Barhöft am Sonnabend, dem 30. Mai, im Einsatz. Zwei polnische Segler waren mit ihrer zehn Meter langen Yacht auf einer Untiefe direkt vor dem immer noch geschlossenen Nothafen Darßer Ort gestrandet. In der von steifen Nordostwinden aufgewühlten, groben See drohte ihr Boot zu zerschlagen. Die beiden Männer wurden abgeborgen. Das Tochterboot STRÖPER schleppte ihre Yacht nach Barhöft ein. Kurz darauf mussten die Seenotretter erneut ausrücken, um zwei Segler zu befreien, die im Zarrentin-Fahrwasser vor Barhöft festgekommen waren. Mit schweren Kopfverletzungen musste am Sonntag eine Seglerin im Ostseerevier vier Seemeilen vor Grömitz von der Besatzung des Seenotkreuzers BREMEN auf See erstversorgt und anschließend an den Landrettungsdienst übergeben werden. Die Yacht wurde anschließend nach Grömitz eingeschleppt.

Vor Kühlungsborn kenterte eine Segelyacht, drei Personen gingen über Bord. Die Crew eines Speedbootes rettete sie aus der aufgewühlten, bis zwei Meter hohen See, wie die Ostsee-Zeitung berichtet.

"lot.jonn..." räumt bei Nordseewoche ab

Helgoland (SP) Regattasegler Dirk Neukirchen (Ratingen) räumt mit seiner Hanse 350 R "lot.jonn..." bei der Nordseewoche 2009 ab. Nach bisher drei Wettfahrten in der Gruppe ORCi2 + ORCC2 (ORC-Club) belegt Neukirchen mit seiner Crew den ersten Platz, gefolgt von "Pyleia" (Matthias Bröker, WYC) und "Diabola" (Inken Braunschmidt, DHH). Neukirchen startet mit seiner "lot.jonn... (NED 8250) für den Düsseldorfer Yachtclub (DYC). Mehr bei www.yachtfernsehen.com.

Erster Sieg für die "lot.jonn..." beim NRW-Cup

Lelystadt (SP) Dirk Neukirchen und seine Crew meldeten sich mit einer Hanse 350 Race auf den Regattabahnen mit einem Sieg beim diesjährigen NRW-Cup auf dem Ijsselmeer in Holland eindrucksvoll zurück.
Mit der leicht modifizierten Hanse 350-Serienyacht "lot.jonn..." konnte man am Wochenende (23./24.Mai 2009) die Mitbewerber hinter sich lassen. Mehr

Gratis: Nautical Almanac für den Englischen Kanal

Düsseldorf (SP) Den Wiley Nautical Almanac für den Englischen Kanal gibt es nun auch gratis als Online-Version zum Download. Er enthält Infos zu etwa 150 Häfen sowie zu Gezeiten und Wetter. An der Online-Ausgabe wird noch gebastelt: So sind zum Beispiel animierte Gezeitenströme vorgesehen. Zitat: "The Wiley Nautical Almanac is a free, comprehensive directory of harbour, tidal and weather data for cruising sailors."
Download unter www.wileynautical.com.



Seenotretter bargen Angler nach Havarie

Bremen (SP) Für drei Männer endete ein Angelausflug am Sonntagnachmittag (17. Mai 2009) vor Kühlungsborn an Bord des Seenotrettungsboots KONRAD OTTO der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger). Die Angler waren nach Angaben der DGzRS mit einem drei Meter langen Boot mit Außenbordmotor etwa einen Kilometer nördlich der Küste zwischen den Seebrücken Kühlungsborn und Heiligendamm gekentert. Bei östlichen Winden mit Stärken um vier Beaufort (27 km/h Windgeschwindigkeit) und einem Meter Seegang war das kleine Boot umgeschlagen und trieb kieloben in der Ostsee. Die Männer klammerten sich am Rumpf fest.

Ein Spaziergänger am Strand sichtete per Fernglas die Schiffbrüchigen und informierte die Rettungsleitstelle, die den Alarm unmittelbar an die Seenotleitung Bremen (Rufzeichen: "Bremen Rescue") und die DGzRS-Station Kühlungsborn weiterleitete. Vormann Rainer Kulack und die Rettungsmänner Christoph Müller, André Rudat, Oliver Kalbreyer und Simon Grzeskowiak erreichten die im zehn Grad kalten Wasser treibenden Männer, nahmen sie auf und versorgten sie noch auf See mit trockener Kleidung und heißen Getränken. Die Angler standen sichtbar unter Schock und waren zum Teil stark unterkühlt Jetzt stellte sich auch heraus, dass zwei weitere Angler zu der Gruppe gehörten. Diese beiden Männer hatten jedoch schwimmend den Strand erreicht. Der Landrettungsdienst versorgte die fünf Freizeitfischer und brachte sie in das Krankenhaus nach Bad Doberan zur ärztlichen Beobachtung.

Fähre vor Juist auf Grund gelaufen

Juist (SP) 200 Passagiere auf der ostfriesischen Inselfähre „Frisia 6“ mussten eine unfreiwillige Unterbrechung auf der Überfahrt von der Insel Juist nach Norddeich am Dienstagnachmittag (12.05.09) hinnehmen:

Das 52 Meter lange Schiff war im Wattfahrwasser etwa eine Seemeile vor dem Inselhafen festgekommen.

Die Besatzung des Seenotrettungsboots WOLTERA der DGzRS hat nach Rücksprache mit der Schiffsführung acht Passagiere übernommen, die aus gesundheitlichen Gründen das Schiff verlassen wollten, und brachte sie auf die Insel. Von hier aus wurden sie per Flugzeug ans Festland gebracht.

"Starke Ostwinde mit Stärken um 5 Beaufort haben im Lauf des Tages das Wasser aus den Prielen regelrecht herausgepresst und damit einen extrem niedrigen Wasserstand verursacht", so die DGzRS.

Mit dem Hochwasser in der Nacht kam die Fähre um 2.30 Uhr frei und konnte ihre Fahrt ans Festland fortsetzen.

News-Service für Segelseiten

Düsseldorf (SP) Webmaster von Segel- und Reiseseiten aufgepasst: Die News von Sailpress.com können Sie gratis und bequem in Ihre Reise- oder Segelseiten einbinden. Den gleichen Service bieten auch unsere Partnerportale Reisefernsehen.com und Yachting-TV.de, die ebenfalls RRS-Newsfeeds anbieten, die per Mausklick in die Webseiten integriert werden können - sofern die jeweilige Redaktionssoftware dies zulässt. Von Sailpress.com gibt es auch ein Twitter-Widget als Flash oder HTML. Mehr

Kreuzfahrt: Sternenkunde und Seefahrertraditionen

Düsseldorf (SP) Sternenkunde und Seefahrtstradition stehen im August 2009 im Mittelpunkt einer exklusiven Flussreise von Amsterdam nach Düsseldorf. Als Lektor auf der Fünf-Sterne-Flussyacht wird Astronom Dr. Thomas Kraupe an verschiedenen Tagen in unterhaltsamer Form die Zusammenhänge von Sternen, Meer und Gezeiten veranschaulichen. An Land gewährt ein abwechslungsreiches Besuchsprogramm Einblick in die traditionelle Seefahrt zur Glanzzeit der Ost- und Westindischen Handelskompanien. Mehr bei www.Reisefernsehen.com

127. Kieler Woche 2009

Kiel (SP) Auf dem Wasser, zu Lande und in der Luft - die 127. Kieler Woche (20. bis 28. Juni) wird ein großartiges Spektakel für alle Generationen. Gemeinsam mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen eröffnet der ehemalige Schwimmstar Franziska van Almsick am Sonnabend, 20. Juni, das größte Segelsportereignis der Welt und größte Sommerfest im Norden Europas.
Mehr bei www.yachtfernsehen.com, Regatten

Tod zweier Einhandsegler auf der Ostsee

Hamburg (SP) Kurz hintereinander hat es in der Segelsaison 2008 zwei tödliche Unfälle von Einhandseglern in der Ostsee gegeben. Die Bundesstelle für Seeunfälle (BSU) hat jetzt die Untersuchungsberichte herausgegeben: "Die Problematik bei der Aufklärung von Seeunfällen, bei denen es keine Augenzeugen und andere Beweismittel wie Radaraufzeichnungen oder Schiffsdatenschreiber gibt ist, dass es nie ganz zu klären sein wird, wie der eigentliche Unfallablauf gewesen ist."

Das Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass beide Segler keine Sicherheitsgurte und Rettungswesten getragen haben und der Tod durch Ertrinken festgestellt wurde.

SY AREDI: Am 3. August 2008 wurde die SY AREDI gegen 15:10 Uhr ca. 13 sm nördlich Arkona treibend aufgefunden. Am 25. August 2008 ist am Strand der Halbinsel Mön/Dänemark eine Wasserleiche aufgefunden worden, die als der vermisste Einhandsegler identifiziert wurde.

SY SINUS: Am 5. August 2008 ist morgens an der Südwestküste Schwedens die SY SINUS unbemannt gestrandet aufgefunden worden. Die Segelyacht befand sich auf einer Reise von Göteborg/Schweden nach Kopenhagen/Dänemark, der letzte Abgangshafen war Varberg/Schweden, letzter telefonischer Kontakt mit dem Einhandsegler war am 3. August 2008. Am 4. oder 5. August 2008 geriet die Segelyacht in schweres Wetter, dabei brach der Mast, ein Segel kam in die Schraube und der Schiffsführer ging über Bord. Am 11. August 2008 wurde vor der dänischen Küste südlich von Helsingør eine Leiche im Wasser treibend entdeckt, die als der ertrunkene Schiffsführer identifiziert wurde.

Die Bundesstelle für Seeunfälle hat diese beiden Unfälle zu einem Bericht zusammengefasst und den Weltumsegler Bobby Schenk gebeten, die einleitenden Worte zur Sicherheit auf See aus seiner Sicht und Erfahrung zu schreiben.

Das Fazit der BSU ist, dass in den vergangenen Jahren keine signifikante Häufung von Seeunfällen festgestellt wurden, bei denen Einhandsegler betroffen waren. Während bei Schiffen mit mehr Besatzung außenbords gefallene Personen durch die Besatzung gerettet werden können, enden die Unfälle, bei denen Einhandsegler das Fahrzeug auf See unfreiwillig verlassen, fast immer tödlich. Das primäre Ziel ist, nicht über Bord zu gehen und das wird durch Tragen von Sicherheitsgurten und das Anleinen an Strecktaue verhindert. Zusätzlich sollte das Tragen von Rettungswesten nicht nur für Einhandsegler bei Schwerwettersituationen obligatorisch sein.

Einhandsegler, die sich an die für alle geltenden Vorsichtsmaßnahmen halten, sollten keine größeren Probleme haben, außer, dass sie allein auf sich gestellt sind. Besonders bei Havarien und sonstigen Vorfällen, wie bei der SY SINUS der Mastbruch, ist es fast immer erforderlich, eine dritte Hand zu haben, um diese Krisensituationen zu bewältigen.

"Reiseplanung mit ausreichender Überwachung der Wetterprognosen um auf alle eventuellen Wetterentwicklungen vorbereitet zu sein, sowie Reisedurchführung mit rechtzeitigem Aufsuchen eines Hafens bzw. frühzeitigem Reffen der Segel, sollte das Wetter doch schlechter als erwartet eintreten, sollten schließlich nicht nur Einhandsegler beachten", so BSU-Leiter Jörg Kaufmann.

Der vollständige Bericht unter www.bsu-bund.de.

Befreiungsaktion: Segler von Marine erschossen

Paris (SP) Der französische Segler, der bei einer Befrreiungsaktion vor Somalia starb, wurde einem Radiobericht zufolge von der französischen Armee erschossen. Der 37-jährige Skipper habe sich schützend vor seine Frau und seinen Sohn gestellt, als die französichen Soldaten die Yacht gestürmt hätten, so Europe 1. Er habe abwehrend eine Hand nach vorne gestreckt - "eine reflexhafte Geste, die einen reflexhaften Schuss auslöst", hieß es in dem Bericht.

DGZRS zur Ausbaggerung vom Nothafen Darßer Ort

Bremen (SP) Die durch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern (MVP) beschlossene Ausbaggerung der Zufahrt zum Nothafen Darßer Ort wird von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ausdrücklich begrüßt. In der Vergangenheit hatte es mehrere, teilweise tödliche Seenotfälle direkt vor Darßer Ort gegeben, ohne dass schnelle Rettung aus dem geschlossenen Nothafen möglich gewesen wäre. Dort war einst ein Seenotrettungsboot stationiert gewesen. In einer Presseerklärung der DGzRS heißt es wörtlich:

"
Bis zur Fertigstellung eines Ersatzhafens ist diese Maßnahme für die Rettung von Menschenleben auf See die wirkungsvollste, zweckmäßigste und daher richtige Entscheidung, die schon durch das Grundgesetz Artikel 2 (2) eingefordert wird: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ Bei allem Verständnis für die Belange des Umweltschutzes kann die von WWF und BUND vorgeschlagene Ausrüstung von vorhandenen Rettungshubschraubern mit einer Außenwinde allenfalls als ergänzende Maßnahme, nicht aber als Alternative betrachtet werden. Aus rettungsdienstlicher Sicht ist zudem ein Ausbau der Seebrücke in Prerow zu einem Liegeplatz für einen Seenotkreuzer indiskutabel. Der Schwell vorbeilaufender Schifffahrt, Dünung und Windsee halten das Wasser ständig in Bewegung. Der Seenotkreuzer liegt permanent unruhig. Der Schaden für Mensch und (lebensrettende) Technik ist vorprogrammiert und nicht vertretbar. Völlig ignoriert wird die präventive Arbeit bei einem Seenotfall. In der Vielzahl der Einsätze vermeidet die DGzRS den Eintritt einer bedrohlichen Situation durch frühzeitigen Zugriff und schnelle Bergung auf kurzen Wegen. Besatzungen in Not geratener Schiffe und Boote, beispielsweise der Küstenfischerei oder der Sportschifffahrt, werden mit ihrem havarierten Fahrzeug in den nächst erreichbaren Hafen gebracht, bevor ein Schaden eintritt bzw. größeres Ausmaß annimmt. Als willkommener Nebeneffekt dient dieses schnelle und wirkungsvolle Eingreifen der Seenotretter auch dem Umweltschutz in der Kernzone des Nationalparks, da der tatsächlich vermiedene Austritt von umweltschädlichen Kraft- und Schmierstoffen in der Summe lokal reduziert wird. Bis zur Fertigstellung eines neuen Hafens in Prerow muss Darßer Ort in der Sicherheitskette des Seenotrettungsdienstes akzeptiert werden."

Hanse Yachts nimmt Kurs auf Dehler

Greifswald (SP) Die HanseYachts AG teilte am heutigen 30. April mit, vom vorläufigen Gläubigerausschuss der insolventen Dehler Deutschland GmbH den Zuschlag für den Erwerb der Traditionsmarke Dehler bekommen zu haben. Mehr unter www.yachting-tv.de

Segler im Steinhuder Meer vermutlich ertrunken

Hannover (SP) Am Sonntag, 26. April, ist es gegen 14:45 Uhr zu einem Unglücksfall am Steinhuder Meer in Mardorf gekommen. Ein 44-Jähriger ist bei einem Wendemanöver eines Jollenkreuzers von Bord gefallen. Bisherige Suchaktionen sind ohne Erfolg verlaufen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei machte der 44 Jahre alte Hannoveraner mit zwei Frauen (24 und 21 Jahre) und einem weiteren Mann (60 Jahre) einen Segelausflug auf dem Steinhuder Meer. Ersten Informationen zufolge fiel der 44-Jährige, der ein Trapezgeschirr trug, bei einem Wendemanöver im Bereich des Ostenmeeres von Bord. Bei dem Versuch ein "Mann über Bord-Manöver" zu fahren, verlor die Bootsbesatzung den Blickkontakt zu dem 44-Jährigen. Eine anschließende Suchaktion, bei der neben der Wasserschutzpolizei Hannover unter anderem auch die Freiwillige Feuerwehr Steinhude sowie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft Mardorf und ein Polizeihubschrauber eingesetzt waren, dauerte bis zirka 18 Uhr und verlief erfolglos. Auch die am Montag,orgen gegen 10 Uhr insbesondere im Bereich des Ostenmeeres wieder aufgenommene, systematische Suche der Rettungskräfte nach dem 44 Jahre alten Mann endete gegen 11:30 Uhr ohne Erfolg. Derzeit suchen Beamte der Wasserschutzpolizei Hannover mit ihrem Boot sowie zu Fuß im Uferbereich weiterhin nach dem von Bord gefallenen Hannoveraner.

Seewetterberichte und Sturmwarnungen 2009

Hamburg (SP) Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die neue Broschüre Sturmwarnungen und Seewetterberichte für die Sport- und Küstenschifffahrt für 2009 herausgegeben. Hier geht's zum Download.

Abstimmung übers 100-Meilen-Race

Ried im Innkreis (SP) Kurt Ecker von Ecker Yachting lässt über eine mögliche Fortsetzung des 1000-Meilen-Race abstimmen. Es war von ihm totgesagt worden, könnte aber nun doch weitergehen.
Mehr unter Reggatta-News bei www.yachtfernsehen.com.

Wörthersee: Posche- und Piëch-Yachten verbrannt

Velden (SP) 14 Yachten sind bei einem Großbrand in einer Werft in Velden am Wörthersee (Kärnten, Österreich) zerstört worden. Darunter auch zwei Boote der Automobilfamilien Porsche und Piëch. Brandursache könnte ein elektrischer Defekt gewesen sein. Eine der zerstörten Yachten, die "Sia", war rund 65 Jahre alt und war von Autokonstrukteur und VW-Käfer-Erfinder Ferdinand Porsche in Auftrag gegeben worden. Das Boot gehörte zuletzt seinem Enkel Hans-Peter Porsche (69). Außerdem wurde die 14-Meter-Segelyacht von Ferdinand Piëch (72), Aufsichtsratschef von VW, vernichtet.

Unfall auf dem Kat "Polarstern": der BSH-Bericht

Hamburg (SP) Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) teilt mit, dass der Untersuchungsbericht Nr. 400/08 am 15. April 2009 veröffentlicht wurde. Der Bericht befasst sich mit dem schweren Seeunfall des Fahrgast-Hochgeschwindigkeitsfahrzeugs (HSC) POLARSTERN. Der Katamaran geriet am 4. August 2008 auf der Rückfahrt von Helgoland Richtung Emden seegangsbedingt in Schwierigkeiten, in deren Folge es zu Personen- und Sachschäden an Bord kam.

Am 4. August 2008 erlitten mehr als 26 Passagiere an Bord des unter deutscher Flagge fahrenden Fahrgast-Hochgeschwindigkeitsfahrzeugs (HSC) POLARSTERN zum Teil erhebliche Verletzungen, insbesondere Schnitt- und Platzwunden oder wurden in sonstiger Weise gesundheitlich beeinträchtigt.

Auszug aus dem Bericht: "Der Katamaran befand sich bei frischen bis starken westlichen Winden mit einer Stärke von in Böen bis zu 8 Bft und signifikanten Wellenhöhen zwischen 2 und 3 Metern auf dem Rückweg von Helgoland Richtung Emden. Zwischenstopps waren auf den ostfriesischen Inseln Norderney und Borkum vorgesehen.

Seegangsbedingt kam es etwa zwischen 17:15 Uhr und 17:45 Uhr auf einer Länge von insgesamt ca. 6,5 Metern zum Abriss von Teilen der Bugreling auf dem Vorschiff. Eines der Bruchstücke durchschlug im weiteren Verlauf der Geschehnisse gegen 18:15 Uhr die steuerbordseitige Front-scheibe des unteren der beiden Passagiersalons. Fahrgäste, die in den vorderen Sitzreihen, also unmittelbar hinter dem zerstörten Fenster saßen, wurden von herumfliegenden Trümmerteilen der Scheibe getroffen und darüber hinaus durch einströmendes Seewasser durchnässt. Die Passagiere in dem betroffenen Deck wurden von einem sachkundigen Fahrgast spontan dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und geordnet den Gefahrenbereich zu verlassen. Aufkommende Panikstimmung konnte hierdurch eingedämmt werden. Das zerstörte Fenster wurde binnen weniger Minuten von zwei Besatzungsmitgliedern mittels einer so genannten Seeschlagblende wasserdicht verschlossen.

Zwei Ärzte, eine Krankenschwester und ein ausgebildeter Rettungssanitäter, die sich zufällig unter der Passagieren befanden, übernahmen mit Unterstützung durch Besatzungsmitglieder und Fahrgäste die medizinische Erstversorgung der Verletzten.

Nach der Ankunft auf Borkum gegen 21:00 Uhr wurden sieben Personen im dortigen Insel-krankenhaus stationär aufgenommen, drei in Krankenhäuser auf dem Festland geflogen und die übrigen Verletzten durch bereitstehende Helfer im Hafen ambulant medizinisch versorgt. Auch alle sonstigen Passagiere verließen den Katamaran und wurden im Rahmen eines von der Reederei vorbildlich organisierten Bündels von Maßnahmen betreut und zu den jeweiligen Zielorten (Emden, Norddeich, Norderney) gebracht.

Die BSU hat im Rahmen der Unfalluntersuchung festgestellt, dass die zulässigen Einsatzbedingungen des Katamaran zum Unfallzeitpunkt überschritten waren. Die Wetter- und Seegangsprognosen vor Reisebeginn bewegten sich dagegen gerade noch innerhalb der zulässigen Grenze. Darüber hinaus gilt es als sicher, dass ein an der Bugreling befestigter Kugelfender durch seine seegangsbedingten Krafteinwirkungen deren Bruch maßgeblich mitverursacht hat.

Als wichtigste Konsequenz aus dem Unfallgeschehen appelliert die BSU an die Schiffsführungen und Reedereien von Fahrgast-Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen, sich der Tatsache bewusst zu sein, dass Wetter- und Seegangsprognosen in der Natur der Sache liegend fehlerbehaftet sind. Eine Seegangsprognose, die sich (noch) innerhalb zulässiger Grenzwerte bewegt, darf deshalb keinesfalls zu einem vorrangigen oder gar alleinigen Kriterium für oder gegen den Antritt einer Reise gemacht werden.

Eine weitere wesentliche Lehre, die die Berufs- und die Freizeitschifffahrt gleichermaßen betrifft, besteht in der Erkenntnis, dass unsachgemäß gelagerte Fender im Falle starker Schiffsbewegungen oder übergehender See unter Umständen enorme Krafteinwirkungen auf Deckseinrichtungen zur Folge haben, was wiederum zu Sach- und Personenschäden führen könnte." Soweit der Kurz-Bericht.

Interessant: Wenn der Fender nicht die Reling abgerissen hätte, wäre womöglich noch viel mehr passiert. In der Werft
wurde fette Risse im Rumpf gefunden. Der Bericht wirft daher die Frage auf, ob der Kat, der mittlerweile ins Ausland verkauft wurde, konstruktionsbedingt überhaupt solchen Belastungen hätte ausgesetzt werden dürfen, wie dies die Klassifizierung vorsah.

Den gesamten Bericht findet man unter www.bsu-bund.de

Gute Nachtricht für RYA-Funkzeugnis-Besitzer

Berlin (SP) Gute Nachricht für Skipper, die Inhaber des von der britischen Royal Yachting Association (RYA) ausgegebenen Seefunkzeugnisses sind. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, wird im Frühjahr 2009 der Fragenkatalog für die Anpassungsprüfung veröffentlicht. Darin werden die für das RYA-Seefunkzeugnis erbrachten Prüfungsleistungen, soweit möglich, anerkannt. Mehr unter Recht > Funkzeugnispflicht.

Saisonbeginn für die Seenotretter

Tjalk trieb nach Maschinenschaden manövrierunfähig in der Nordsee

Borkum (SPP) Für 30 Passagiere und die Besatzung der Tjalk „Anna Katharina“, einem niederländischen schweren Plattbodenschiff, endete der Ausflug am Ostersamstag auf der Nordsee im Nordlandfahrwasser nahe der ostfriesischen Insel Juist. Der Kapitän meldete gegen 15 Uhr über Funk einen Maschinenschaden. Das Schiff treibe manövrierunfähig im Wattenmeer.

Von der Freiwilligen-Station Juist aus machte sich umgehend das Seenotrettungsboot WOLTERA auf den Weg und nahm das Schiff auf den Haken, um es aus dem Flachwasserbereich zu schleppen. Später wurde die „Anna Katharina“ an den von Borkum ausgelaufenen Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP übergeben. Der traf am Abend mit dem Schleppanhang gegen 20.30 Uhr auf der Insel ein. Am Ostermontag schließlich übernahmen die niederländischen Seenotretter die Tjalk in Borkum uns schleppten sie nach Eemshaven.

In weiteren Revieren vor den Küsten von Nord – und Ostsee befreiten die Seenotretter auf Grund gelaufene und defekte Segel – und Motoryachten aus Gefahrensituationen. 27 Schiffsführer und ihre Besatzungen mussten die Hilfe der DGzRS in Anspruch nehmen.

Tall-Ship-Atlantik-Regatta endet in Halifax

Die Bluenose II vor Soldaten in historischer Uniform vor Georges Island, Halifax. (Quelle: novascotia.com)



Zum Tall Ships Nova Scotia Festival 2009 werden 800.000 Besucher erwartet

Vigo/Halifax (SP) Vom 16. bis zum 26. Juli 2009 wird die Küste Nova Scotias zum Schauplatz der schönsten und beeindruckendsten Großsegelschiffe der Welt. Im Rahmen der Tall Ships Atlantic Challenge, einer internationalen Regatta, die am 30. April im spanischen Vigo startet, segeln die Schiffe mehr als 7.000 Seemeilen durch den Nordatlantik. Ein Teil der Regatta ist das fünftägige „Tall Ships Festival“ im Hafen von Halifax, zu dem rund 800.000 Besucher erwartet werden. Es ist damit das größte seiner Art in Nordamerika. Ebenso imposant wie die Schiffe selbst ist das geplante Rahmenprogramm rund um den Hafen. Es werden zahlreiche Musikgruppen spielen, die Besucher können die Schiffe inspizieren oder das Spektakel von der Hafenpromenade bei fangfrischen Meeresfrüchten genießen.

Insgesamt steuern die Segelschiffe sieben Häfen in Nova Scotia an, neben Halifax auch Lunenburg, Port Hawkesbury, Louisburg, Sydney, Pictou und Pugwash. In jedem dieser Orte werden aufwendige Feste organisiert und Besucher erleben hier die warmherzige Gastfreundschaft der Einwohner.

Das Tall Ships Festival hat für Nova Scotia eine große Bedeutung. Die kanadische Provinz besitzt eine lange Tradition in der Seefahrt und die Hauptstadt Halifax, mit dem zweitgrößten Naturhafen der Welt, war bereits früh wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Schiffsverkehr. Heute ist Halifax mit seinem internationalen Flughafen das Tor zu Kanadas Ostküste und von Deutschland aus per Nonstop-Flug bereits in sechs bis sieben Stunden zu erreichen.
Infos: www.novascotia.com

Indischer Ozean: Segler von Piraten entführt

Die "Tanit" an der Ankerboje. Quelle: http://tanit.over-blog.fr/

Paris (SP) Ein französisches Ehepaar, das mit seiner Zwölf-Meter-Yacht "Tanit" im Indischen Ozean nach Sansibar unterwegs war, ist am Samstag, 4. April, vor der somalischen Küste, etwa 435 sm östlich der
somalischen Halbinsel Ras Hafun, mit ihrem dreijährigen Kind in die Hände von Piraten gefallen. Es handelt sich um Florent (28) und Chloë Lemaçon (29) mit Sohn Colin (3) sowie zwei Freunde. Sie waren von Aden auf dem Weg nach Al Mukalla, dann sollte es nach Kenia gehen. Sie hatten alle Warnungen in den Wind geschlagen - nachzulesen in ihrem Blog http://tanit.over-blog.fr/. Der letzte Eintrag stammt vom 20. März: Darin berichten sie vom Kontakt mit der französischen Kriegsmarine: Am 17. März wurden sie von dessen Crew eindringlich gewarnt, die Reise fortzusetzen. Das sagte Marinesprecher Christophe Prazuck. Auch andere Organisationen hätten sie gewarnt. In ihrem Blog berichten die Segler sogar von einem Treffen mit einem anderen Seglerpaar, das in die Hände von Piraten gefallen war und gewaltsam befreit wurde.

Nachtrag: Bei der gewaltsamen Befreiungsaktion durch die französische Marine am Karfreitag wurden Florent sowie zwei Piraten getötet. Drei Piraten wurden gefangen genommen. Zuvor waren Verhandlungen über das Lösegeld gescheitert: Die Piraten hätten alle Angebote abgelehnt, hieß es. Eine Obduktion soll klären, ob Florent durch Kugeln der Spezialeinheit ums Leben kam, wie vermutet wurde.
Quelle: france24.com

Holland: Stehende Mast Route 2009

Düsseldorf (SP) Die Rijkswaterstaat hat eine neue Broschüre Stehende Mast Route 2009 (Staande Mastroute 2009, Groote Stande Mast Route, Alternatieve Standing Mast Route, By Pass) veröffentlicht. Alle geänderten Brücken- und Schleusenzeiten 2099 wurden aktualisiert. Hier geht's zum PDF-Download.

Piraten machen jetzt die Seychellen unsicher

Die Indian Ocean Explorer wurde auf dem Weg vom Aldabra-Atoll nach Mahé von somalischen Piraten gekapert.

Seychellen: Piraten kapern Tauchboot

Victoria/Mahé (SP) Die somalischen Piraten kapern jetzt im Gebiet der Seychellen: Das Tauchboot „Indian Ocean Explorer“ wurde auf dem Rückweg von Asumption (Aldabra-Atoll, äußere Seychellen/Outer Islands) nach Mahé im Indischen Ozean aufgebracht, wie der britische Reiseveranstalter Aquatours mitteilte. Er bietet Tauchtouren auf dem ehemaligen Forschungsschiff an. Die siebenköpfige Crew, die von Seychellen stammt, habe unmittelbar vor dem Überfall am Mittwoch die zehn Taucher auf Asomption abgesetzt, sagte Aquatours-Chef Kirk Green.

Das Schiff werde vermutlich zu der Piratenhochburg Harardhere nördlich von Mogadischu gebracht, wo es voraussichtlich etwa drei Monate festgehalten werde. Aquatours bietet auf dem Schiff Tauch- und Angeltouren an. Bei den meisten Kunden handele es sich um Briten. Sie wurden mittlerweile ins 1100 Kilometer entfernte Mahé geflogen.

Die Regierung hat schnell reagiert, das Gebiet um das Aldabra-Atoll zur Sperrzone erklärt und Militä entsandt.

Wegen der verstärkten internationalen Patrouillen im Golf von Aden haben die somalischen Piraten ihre Aktivitäten laut Experten in jüngster Zeit in Richtung Seychellen verlegt. Bereits im März wurde ein Katamaran mit drei Seychellois an Bord von Piraten gekapert. Die Yacht S/Y SERENITY war am 28. Februar in Mahé nach Madagaskar aufgebrochen, als sie von somalischen Piraten überfallen wurde. Die dreiköpfige Crew ist seitdem in der Hand der Gangster: Gilbert Victor, Andre Conrad und John Hoareau alias Samson.

(Quellen: Seychelles Tourist Office, Aquatours, Seychelles Nation/nation.sc, australia.to, focus.d)

Deutscher Segler vor Mallorca über Bord

Palma de Mallorca (SP) Ein etwa 60-jähriger Hotelier aus Ueckermünde ist bei schwerer See zwischen Mallorca und Ibiza über Bord einer Segelyacht gegangen. Eine Welle habe alle vier Besatzungsmitglieder ins Meer gespült, berichtete der Sohn des Vermissten, der ebenfalls an Bord der Oceanis 361 war. Er selbst habe wieder an Bord der "Kelbo" klettern können, ebenso wie die zwei anderen Crewmitglieder. Die Rettung des Vaters sei jedoch wegen des starken Windes und Seegangs gescheitert. Er soll keine Schwimmweste getragen haben. Hubschrauber und Rettungskreuzer waren im Einsatz. Nach Angaben des Seenotrettungsdienstes Salvamento Marítimo de Palma gab es vier bis fünf Meter hohe Seen. Bei Wassertemperaturen zwischen 13 und 14 Grad gebe es keine Hoffnung mehr, den Vermissten lebend zu finden. An Bord waren drei weitere Deutsche. Sie wollten von Puerto Andratx im Westen Mallorcas nach Ibiza segeln, wurden aber von einem Sturm überrascht. Das Unglück ereignete sich am Sonntag etwa 20 Seeemeilen südwestlich der Felseninsel Dragonera.
(Quellen: Ostsee Zeitung, Mallorca Zeitung)

Darßer Ort: Fahrrinne im Sommer wieder frei

Darß (SP) Im Sommer wird die Fahrrinne zum Darßer Nothafen wieder befahrbar sein. Das sagte eine Sprecherin des Schweriner Verkehrsministeriums. Mit den Vorbereitungen sei bereits vor Wochen begonnen worden. Sie stünden also nicht im Zusammenhang mit dem Tod eines Anglers vor der wegen Versandung geschlossenen Seenot-Station Darßer Ort.

Todesfall vor Darß - Diskussion um Rettungsstation

Hamburg/Prerow (31. März, SP) Der Deutsche Segler-Verband fordert die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns nachdrücklich auf, die notwendige Erhaltungsbaggerung der Zufahrt zum Nothafen Darßer Ort zu veranlassen und damit die Wiederbefahrbarkeit des Hafens zum Beginn der Saison 2009 zu gewährleisten. Die Zufahrt zum Nothafen Darßer Ort ist seit zwei Jahren versandet, so dass dieser Hafen weder für den Sportbootverkehr noch für den bislang dort stationierten Seenotrettungskreuzer nutzbar ist.

Am vergangenen Wochenende ist nun eingetreten, wovor DGzRS und Seglerverbände seit der Schließung vor zwei Jahren gewarnt hatten: Ein Mensch ist an Bord eines Angelkutters vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns nach einem Herzanfall verstorben. Die umgehend eingeleiteten Rettungsmaßnahmen mittels SAR-Hubschrauber aus Kiel kamen zu spät. Aus dem Nothafen Darßer Ort hätte ein Seenotrettungskreuzer wesentlich schneller Hilfe vor Ort leisten können.

Bei einer Angeltour hatte am Samstag ein 51 Jahre alter Mann einen Herzinfarkt erlitten und war gestorben. Der von Warnemünde kommende Seenotkreuzer "Stephan Jantzen" hatte den Kutter nördlich des Darß den Angaben zufolge erst nach einer Stunde erreicht.

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hatte stets ein Offenhalten des Nothafens bis zur Inbetriebnahme eines Alternativhafens zugesagt, wenn konkrete Planungen für einen solchen vorliegen. Vor dem Hintergrund des Unglücksfalls vom vergangenen Wochenende sollte die Landesregierung nun handeln, zumal konkrete Planungen in Prerow angelaufen sind und der Standort Darßer Ort als zentraler Etappenhafen von außerordentlicher Bedeutung für die wassertouristische Nutzung der Küstenreviere Mecklenburg-Vorpommerns ist.

Prerows Bürgermeister Hans-Joachim Schumann stellte die grundsätzliche Frage, ob "die rigorose Verfolgung ökologischer Ziele mitverantwortlich für diesen tragischen Vorgang" ist. Der Präsident der DLRG Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Löttge, forderte "eine umgehende" Freilegung der Fahrrinne, damit dort vorübergehend wieder ein Rettungsboot stationiert werden könne. Die Kommune habe Hilfe bei der Entnahme des Sandes angeboten. Vorrangiges Ziel müsse immer der Schutz von Menschen sein. "Nicht vorstellbar, würde ein größeres Unglück in der so nahen Kadetrinne vor dem Darß passieren", sagte Schumann.

Umweltschützer hatten immer wieder auf die Schließung des Hafenbeckens gedrängt, dessen Freihaltung wegen der starken Strömung zudem sehr aufwändig ist. Ein neuer Hafen ist nach langen Diskussionen im nahe gelegenen Prerow geplant, dort soll auch der Seenotkreuzer "Theo Fischer" liegen. Bis zur Fertigstellung soll der versandete Nothafen Darßer Ort aber ein letztes Mal freigebaggert werden. Die Arbeiten stehen noch aus.
(Quellen: DSV, mvregio.de)

Flüchtlingsdrama im Mittelmeer: Hunderte Vermisste

Rom (SP) Vor der libyschen Küste sind mindestens zwei Boote mit mehreren hundert Flüchtlingen an Bord gesunken. Wie italienische Medien nach Angaben von tagesschau.de berichteten, wurden bisher 21 Leichen und 23 Überlebende geborgen. Mehrere hundert Menschen würden noch vermisst. Auf einem Boot seien 257 Menschen gewesen, auf dem zweiten sollen sich 340 Flüchtlinge befunden haben. Die Suche nach den Vermissten dauerte an. Die beiden Boote waren in der Nähe von Tripoli gestartet und hatten Kurs auf Italien genommen. Über die Unglücksursache lagen noch keine Angaben vor. Nach einem Bericht des italienischen Fernsehens wurde ein drittes Boot, das ebenfalls in Seenot geraten war, mit rund 350 Menschen an Bord von einem italienischen Frachter entdeckt.

Drama vor Thailand: Piraten waren Fischer

Malcolm und Linda an Bord ihrer Yacht "Mister Bean". (Quelle: Bangkok Post)

Bangkok (SP) Die drei Piraten, die vor der thailändischen Küste einen britischen Weltumsegler erschlagen haben, waren junge Fischer aus Birma. Das berichtet die Bangkok Post. Sie wollten ursprünglich nur das Dhingi klauen, um damit von dem Fischerboot zu kommen, das in der Nähe ankerte. Sie seien monatelang nicht bezahlt worden, gaben Ko (17), Aow (18) und Ek (19) gegenüber der Polizei an. Nur mit T-Shirts bekleidet, waren sie zu der ebenfalls ankernden Yacht "Mister Bean" geschwommen. Dann hätten sie beschlossen, auch etwas zu stehlen. Malcolm Robertson (64) stellte sich ihnen in den Weg - er wurde mit einem Hammer erschlagen und über Bord geworfen. Neun Stunden lang stand seine Ehefrau Linda (57) Todesängste aus. Als die Gangster mit dem Dhingi an Land wollten, gelang es ihr, sich zu befreien, den Anker zu lichten und mit Vollgas zu fliehen: Sie wusste, dass der Zwei-PS-Dhingi-Motor jeweils nur wenige Minuten lief. Als sie die Kette einholte, ruderten die Täter bereits wieder zurück. Linda schlug bei Fischern Alarm, die erst nichts verstanden und sogar davon fuhren. Dann holten einige die Polizei, die die Gangster wenig später fasste.

Der gesamte Bericht: "Terror at Sea".

Bavaria lockt mit Rabatten

Giebelstadt (SP) Bavaria Yachtbau lockt zum Saisonanfang mit fetten Rabatten. Die Aktion gilt für fast alle Modelle und ist zeitlich begrenzt. Das meldet www.yachtfernsehen.com.

Von Piraten vor Thailand erschlagen

Malcolm Robertson und seine Frau Linda auf ihrer "Mister Bean". (Quelle: smh.com.au)

Thailand: Piraten prügeln Weltumsegler tot

Bangkok (SP) Der britische Weltumselger Malcolm Robertson (64) ist vor der Küste Südthailands von Piraten zu Tode geprügelt worden. Seine Frau Linda (57) überlebte leicht verletzt. Die drei Piraten aus Birma wurden gefasst. Das britische Paar war mit seiner Yacht "Mister Mean" gerade auf dem Weg von Thailand zur malaysischen Insel Langkawi, als sie am helllichten Tag von drei Männern überfallen wurden. Die Räuber hatten es auf das Schlauchboot der Yacht abgesehen, wie der US-amerikanische TV-Sender CNN berichtete.

Die Piraten schlugen mit Fäusten und einem Hammer auf Robertson ein, bis er starb, und warfen dann den Leichnam über Bord. Robertsons Frau wurde gefesselt, überlebte aber. Zehn Stunden lang druchsuchten die Gangster das Schiff, in dieser Zeit war die Frau in einer Kabine eingeschlossen.

Die Mörder flohen auf dem Schlauchboot, kamen jedoch nicht weit: Die thailändische Polizei konnte sie nach einer kurzen Verfolgungsjagd festnehmen. Es handelt sich offenbar um burmesische Immigranten im Alter von 18 bis 20 Jahren. Die Leiche von Robertson wurde bisher noch nicht gefunden.

Piratenüberfall vor der Küste Südthailands


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Neu: ADAC-Hafenführer 2009 für ganz Europa

Düsseldorf (SP) Mit dem ersten gedruckten Marinaführer für Europa vom ADAC gibt es jetzt alle wichtigen Informationen zu über 1.000 Häfen aus einer Hand: Über 1.000 bewertete und ausführlich beschriebene Marinas in 15 europäischen Ländern.

O-Ton ADAC: "Der ADAC Marinaführer macht regionale Hafenhandbücher und Revierführer überflüssig. Zu jeder Marina gibt es umfassende Informationen, die für das Ansteuern und Anlegen wichtig sind. Und das nicht nur für die Binnen- und Seehäfen in Deutschland, sondern auch für die wichtigsten europäischen Bootssport-Reviere (Hafenkarten, Piktogramme für die wichtigsten Einrichtungen, Textbeschreibungen von Lage, Charakteristik und Besonderheiten der Marinas, praxisorientiertes Bewertungsschema). Dazu gibt es einen attraktiven Magazinteil zu nautischen Themen. Hier finden Bootssportler Spannendes und Nützliches rund um ihr Hobby."

Ausländische Führerscheine in Kroatien

Düsseldorf (SP) Das kroatische Verkehrsministerium hat soeben eine Liste derjenigen ausländischen Führerscheine veröffentlicht, die in kroatischen Gewässern auf Booten unter kroatischer Flagge anerkannt werden. Bekanntlich sollten ursprünglich nur kroatische Führerscheine anerkannt werden. Mehr bei www.sailpress.com unter Recht.

"Skipper Tipps" jetzt in allen Küstenländern

Kiel (SP) Die Wasserschutzpolizeien in Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern werden ab sofort ähnlich wie ihre Kollegen aus Schleswig-Holstein „Skippers Sicherheitstipps“ geben. Das ist das Ergebnis eines Treffens der die für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Beamten aus allen Küstenländern im Landespolizeiamt in Kiel. Der Fachverband Seenot-Rettungsmittel (FSR) unterstützt diese Informations-Initiative, in der die Wasserschutzpolizei Insidertipps aus der Praxis gibt, um die Wassersportler noch mehr für das Thema Sicherheit auf See zu sensibilisieren.

Ralf-Thomas Rapp, Vorsitzender des FSR, sagte dazu: „Wir finden die Beteiligung der anderen Bundesländer hervorragend, da jetzt noch mehr Wassersportler fachkundige und neutrale Auskünfte erhalten können.“ Die „Skippers Sicherheitstipps“ gehen auf eine Idee der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein zurück. Der Initiator Günter Herrmann, Pressesprecher des Wasserschutzpolizeireviers Flensburg und zuständig für Prävention, wird die Koordination zwischen FSR und seinen Kollegen aus den anderen Bundesländern übernehmen.

Wie schon erfolgreich in Schleswig-Holstein, so werden nun auch in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern Wasserschutzpolizisten in Vereinen, Segel- und Volkshochschulen, Marinas, bei Steggemeinschaften oder anderen interessierten Personenkreisen Präventionsveranstaltungen anbieten. Unter anderem werden dabei Rettungsmittel herstellerneutral erklärt und auch der Umgang mit ihnen geübt. Beispielsweise gehört zum Trainingsprogramm das Auslösen und Wieder-Klar-Machen von Rettungswesten. Rechtzeitig zur Saison 2009 können Interessierte bei ihrer Wasserschutzpolizei diese Informationsveranstaltung anfordern.

Der FSR und seine Mitgliedsunternehmen fördern diese wertvolle Arbeit, indem Informationsmaterial wie das Heft „Sicherheit an Bord“ und Rettungsmittel zum Üben kostenlos bereit gestellt werden – so bleibt der Eintritt frei und Kostengründe können kein Argument sein, „Sicherheitstipps“ zu versäumen. Außerdem wird über die
Internetseite www.fsr.de.com eine Plattform bereitgestellt, auf der die Polizei über Termine und sonstiges Wissenswerte zu den „Skippers Sicherheitstipps“ informieren kann. Anfragen können auch unter sicherheitstipps@fsr.de.com gestellt werden.

Im FSR haben sich zwölf führende deutsche Unternehmen - Hersteller und Importeure von Seenot-Rettungsmitteln - zusammengeschlossen, deren Ziel es ist, die Sicherheit auf dem Wasser zu verbessern.

Plastimo ruft Rettungsinseln zurück

Rettungsinseln bei der Endkontrolle bei Plastimo.

Düsseldorf (SP) Rettungsinseln der Firma Plastimo, die zwischen dem 23. Mai und dem 30. Oktober 2008 hergestellt wurden, werden vom Unternehmen zurückgerufen. Eine Feder, die nicht den technischen Anforderungen entspricht, kann Probleme bei der korrekten Zündung der Rettungsinsel hervorrufen. Weitere Infos.

Kieler Förde: Bilder einer Havarie

Unmittelbar vor der Kollision: die Mahagoni-Segelyacht RØDE ORM und die Fähre Laboe. Mit dem Bugwulst kracht die Fähre Laboe gegen den Steuerbordbug der RØDE ORM. Bei der Havarie bricht der Mast. Wenige Minuten später sinkt die Yacht. Die dreiköpfige Crew wird vorher geborgen.

Förde: Kollision zwischen Segelyacht und Fähre

Hamburg (SP) Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) teilt mit, dass der Untersuchungsbericht Nr. 299/08 am 16. März 2009 veröffentlicht wurde. Der Bericht befasst sich mit der Kollision zwischen der Fähre LABOE und der Yacht RØDE ORM. Es besteht die Möglichkeit, diesenunter www.bsu-bund.de herunterzuladen.

Am 21. Juni 2008 befuhr die Fähre LABOE fahrplanmäßig die Kieler Förde. Um 11:52 Uhr legte sie vom Anleger „Bellevue“ ab. Von hier sollte der am östlichen Ufer liegende Anleger „Mönkeberg“ angelaufen werden. Der Schiffsführer befand sich allein auf der Brücke und steuerte die Fähre nach Sicht.

Neben vielen anderen Sportbooten segelte auch die Mannschaft der RØDE ORM mit ihrer Segelyacht in diesem Bereich der Kieler Förde. Sie beabsichtigte, am zweiten Start zur Regatta „Klassiker Rendezvous 2008 zur Kieler Woche“ teilzunehmen. Während eines Segelmanövers achtete die Besatzung der RØDE ORM nicht auf die herannahende LABOE. Der Schiffsführer der Fähre sah die Situation als noch ungefährlich an. Schließlich drehte die RØDE ORM jedoch in den Kurs der Fähre. Ein Stopp-Manöver der LABOE reichte nicht aus und beide Fahrzeuge kollidierten.

Die Yacht wurde dabei durch den Bugwulst der Fähre so stark im Vorschiffsbereich getroffen, dass sie, unmittelbar nachdem die Besatzung der Yacht auf ein Schlauchboot übergestiegen war, versank. Die RØDE ORM wurde später geborgen. An der LABOE entstand kein Schaden. Unter Fahrgästen und Besatzung gab es keine Verletzten.

Ende des Ausnahmezustands auf Martinique

Fort de France, 15. März (SP) Auch auf der französischen Antillen-Insel Martinique sind die Streiks nach einer Einigung um Mindestlöhne beendet worden. [Mehr bei den Karibik-News auf Sailpress.com]

Funkgerätepflicht in Belgien

Brüssel (SP) Auf belgischen Binnenwasserstraßen gilt seit 1.1.2009 für alle Boote ab sieben Meter Länge die Verpflichtung, zwei Funkgeräte an Bord zu haben. Eines kann ein Handgerät sein. Zusätzlich zum Schiff-Schiff-Kanal muss gleichzeitig der Kanal für die nautische Information abgehört werden. Diese Regelung (Pleisure Vademecum) soll auch für Gastboote gelten. Es müssen sowohl der Verkehrskreis Schiff-Schiff als auch der Verkehrskreis Nautische Information (NIF) abgehört werden können.

Da Schiffsfunkstellen nicht im Zweikanalbetrieb auf Arbeitskanälen betrieben werden können, bedeutet das, zwei Geräte an Bord haben zu müssen. Beide Geräte müssen für den Binnenschifffahrtsfunk zugelassen sein, also mit ATIS ausgerüstet. Die Verwaltung empfiehlt eine fest eingebaute Anlage mit einem tragbaren Gerät zu ergänzen. Gegen die Regelung regt sich bei deutschen Skippern bereits geharnischter Protest: Segel-Forum bei Sailpress.com.
Weitere Infos (PDF-Download des Pleisure Vademecum)Federale Overheidsdienst Mobiliteit en Vervoer

Mitsegeln bei der BVI Spring Regatta

British Virgin Islands/BVI (SP) Eine der schönsten aller Karibik-Regatten sind die BVI Spring Regatta und das Sailing Festival vom 30. März bis zum 5. April 2009. An dieser Veranstaltung auf den Britischen Jungferninseln (BVI) werden rund 150 Yachten aus vielen verschiedenen Nationen teilnehmen. Die Wettfahrten rund um Tortola stehen unter dem Motto "Racing must be Fun" oder besser gesagt: eine Woche karibische Parties und Segeln. Die Agentur Eschenburg hat nach eigenen Angaben Erfahrung mit der Veranstaltung solcher Fun Regatten. Angebote für kompletten Crews sowie für Einzelbucher als Mitsegeln kann man unter ceschenburg@web.de / www.scansail.de anfragen. Allgemeine Informationen zur BVI Spring Regatta 2009 finden sich unter www.bvispringregatta.org.

Erneut Seenotfall vor Darßer Ort

Das Boddenboot Zander der DGzRS wird zu Wasser gelassen.

Darßer Ort / Zingst (SP) Erneut musste am 10. März 2009 die Besatzung der Freiwilligenstation Zingst der Seenotretter zum Einsatz Richtung Darßer Ort ausrücken, nachdem ein etwa zehn Meter langes Motorboot eine Meile vor dem ehemaligen Schutzhafen auf Grund gelaufen war. Die drei Männer an Bord, die auf dem Weg nach Wolgast unterwegs waren, alarmierten per Handy die Seenotretter.

Der derzeit in Barhöft stationierte Seenotkreuzer THEO FISCHER hätte eine Anfahrt von ca. 1,5 Stunden zum Havaristen gehabt. Da zu diesem Zeitpunkt eine kräftige Dünung (Wellengang) aufgrund des morgens noch starken Windes auf der Untiefe stand, bestand die Gefahr eines Wassereinbruchs für die Motoryacht. Deshalb alarmierte die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) die Freiwilligen der Station Zingst, die ihr Boddenboot über den Strand zu Wasser lassen können.

Andreas Böhme, der den Unimog des Boddenbootgespanns führte, Klaus Stüve, Udo Wendt und Ditmar Griese verließen ihre Arbeitsplätze und gingen sofort nach der Alarmierung in den Einsatz. Ca. 45 Minuten später waren sie mit dem Boddenboot ZANDER vor Ort und konnten die Motoryacht unbeschadet aus der Gefahrenzone schleppen. Die drei Männer an Bord blieben unverletzt und setzten ihre Seereise fort.

"Erneut hat sich damit gezeigt, wie wichtig ein ständig besetzter Seenotkreuzer im Einsatzgebiet rund um Darßer Ort wäre", so die Seenotleitung der DGzRS in Bremen. Aus Gründen des Naturschutzes ist der ehemalige Nothafen Darßer Ort, einst Stützpunkt der Seenotrettter, geschlossen worden und mittlerweile völlig versandet.

Freiwilliges soziales Jahr im Segelverein

Krefeld (SP) Zum 1. September 2009 kann ein Freiwilliges Soziales Jahr im Segelclub Bayer Uerdingen (SKBUe) in Krefeld (NRW) abgeleistet werden. Die durch den Landessportbund NRW geförderte Maßnahme bietet speziell segelsportbegeisterten Jugendlichen nach ihrem Schulabschluss die Möglichkeit, sich Zusatzqualifikationen zu verschaffen und sportlich zu engagieren.

Zu den Aufgabenbereichen beim SKBUe gehören neben der Betreuung des Jugendtrainings auch die Regattabegleitung und Regattabetreuung sowie Trainingsmaßnahmen im In- und Ausland. Voraussetzung sind neben Regatta-und Segelerfahrung der Besitz einer Fahrerlaubnis und Mobilität, ein Motorboot-Führerschein und C-Trainerschein. Fortbildungsmaßnahmen, insbesondere im Bereich Trainerscheine, werden durch den Verein gefördert.

Aussagefähige Bewerbungen sind bis zum 1. Juni 2009 zu richten an den Vorstand des SKBUe z.Hd. Frank Suchanek/Christian Hafer, SKBUe-Geschäftstelle , PF 11 11 07; 47812 Krefeld oder per E-Mail skbue.office@t-online.de.

Testieger: Zusatz für Bootsmotoren

Ulm (SP) Auf dem Markt gibt es eine Reihe von Zusatzstoffen, welche Bootsdiesel keimfrei und so Motoren sauber halten sollen. Welche Produkte halten, was sie versprechen, wollte die Redaktion eines Fachmagazins erfahren. Mit im Boot waren zwei Erzeugnisse des Additiv-Spezialisten LIQUI MOLY aus Ulm. Das Boots-Diesel-Additiv und das Anti-Bakterien-Diesel-Additiv belegten nach Unternehmensangaben gemeinsam einen zweiten Platz.

Mit Wasser verunreinigter Diesel ist der ideale Nährboden für Bakterien, Hefen, Algen und Pilze. Verstopfte Filter und streikende Motoren drohen. Eine sehr wahrscheinliche Gefahr, denn laborreinen Diesel gibt es an keiner Zapfsäule. Vielmehr ist es sehr wahrscheinlich, dass der Kraftstoff in Zwischenlagertanks oder beim Umpumpen mit Wasser versetzt wird. Biodieselzusätze und Kondenswasser im Bordtank liefern ständig Nahrungsquellen für Keime. Um zu erfahren, was gegen die Dieselpest wirkt, ließ die Redaktion sieben auf dem Markt erhältliche Bakterien-Killer und einen Prototypen auf ihre Mikroben-tötenden Eigenschaften im mikrobiologischen Labor des Herstellers Schülke und Mayr mit Blindproben im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe nehmen.

Ernüchterndes Ergebnis: Drei Produkte stempelte die Fachzeitschrift als „Totalversager“ ab. Deutlich besser schnitten die Testkandidaten aus Ulm ab. „Erfreulicher waren die Ergebnisse bei den beiden LIQUI MOLY-Produkten. Hier funktionierte die Schockdosierung einwandfrei, nichts überlebte die Chemoattacke“, schrieb das Segelmagazin und hievte das Boots-Diesel-Additiv und das Anti-Bakterien-Diesel-Additiv auf die zweite Stufe des Siegertreppchens. Platz 1 belegte Grotamar 71.

So wurde geprüft: Zwei Testreihen setzte das Labor mit den Mitteln an: Eine Dieselprobe wurde mit einer prophylaktischen Dosis des jeweiligen Testkandidaten versetzt, die andere bekam eine für bereits verkeimte Diesel empfohlene Schockdosierung verabreicht.

Bootsführerscheine für Ausländer in Kroatien -

Ausländische Yacht-Führerscheine gelten auch in Kroatien

Split, 13. Januar 2009 (SP) Das Ministerium für Seewesen, Verkehr und Infrastruktur bereitet zum Zwecke der Erleichterung der Führung von Booten seitens ausländischer Nautiker in der Republik Kroatien Änderungen und Ergänzungen zur Verordnung über Boote und Yachten vor, mit Hilfe derer die Anerkennung von Befugnissen zur Führung von Booten und Yachten sicher gestellt werden sollen, die von zuständigen ausländischen Behörden ausgestellt werden.

Auf diese Art und Weise soll ausländischen Staatsbürgern die Führung von kroatischen Booten und Yachten ermöglicht werden, sofern sie im Besitz einer seitens der zuständigen Behörde ihres Landes ausgestellten Befugnis sind.

Das Ministerium wird ausländische Befugnisse in dem Maße anerkennen, in welchem diese mit den Bedingungen für den Erwerb entsprechender Befugnisse gemäß den kroatischen Vorschriften übereinstimmen.

Das Ministerium wird ein Verzeichnis ausländischer Befugnisse veröffentlichen, die in der Republik Kroatien anerkannt werden.
Dadurch wird ein beachtlicher Beitrag zur Erleichterung der Abwicklung der Charter-Tätigkeit in Kroatien geleistet, ohne dabei die Sicherheit der Schifffahrt in Frage zu stellen.
Infos: www.mmpi.hrs

Antigua Sailing Week ohne Bank-Sponsor

English Harbour (SP) Die Antigua Sailing Week heißt wieder nur Antigua Sailing Week (ASW): Nach dem plötzlichen Rückzug des Titel-Sponsors Stanford International Bank sind die Banker ab sofort auch wieder aus allen Logos verschwunden. Der Veranstalter betonte, dass die Regatta wie geplant durchgeführt werde.

Derweil hat sich in der Karibik mit Unterstützung aus London eine neue Edel-Regatta etabliert: die Caribbean 600. Infos unter http://www.yachting-tv.de.

Die neue Bavaria 55 Cruiser

Giebelstadt (SP) Bei www.yachting-TV.de sind die ersten Bilder und technischen Daten des neuen Luxus-Cruisers von Bavaria zu sehen. Noch gibt es allerdings nur Zeichnungen und Animationen der Bavaria 55 Cruiser. Mehr

Holland: "Seehandbuch" Waddenzee und Ijsselmeer

Amsterdam (SP) Soeben wurden vom Projekt "Varen doe je samen!" (Partnerschaftliche Schifffahrt) Törnbeschreibungen im niederländischen Wattenmeer "Routes over de Waddenzee 2009" (Download, 9 MB) neu veröffentlicht. Es gibt Infos, Routenbeschreibungen und farbige Detailkarten zu Törns in den Gezeitengewässern von Den Oever bis Delfzijl.

Um die Sicherheit in holländischen Küsten- und Binnengewässern zu verbessern, wurde das Projekt "Varen doe je samen!" gegründet. In so genannten "Knooppuntenboekjes" (Wegekarten) werden die wichtigsten Verkehrswege und Ansteuerungen mit genauen Karten beschrieben. Die Seekarten sind Ausschnitte aus offiziellen Karten der 1800er-Serie, dürfen aber nicht für Navigation verwendet werden. Sie enthalten keine Längen- und Breitenangaben. Immerhin bieten sie aber eine gute Törnvorbereitung. Dazu werden jeweils Besonderheiten genau beschrieben. Die "Knooppuntenboekjes" entsprechen schon fast Seehandbüchern.

Alle Knooppuntenboekjes gibt es hier als Download:

www.varendoejesamen.nl

Guadeloupe, Martinique: Was sagen Vercharterer?

Düsseldorf (SP) Zur Lage auf den französischen Antillen, Guadeloupe und Martinique, haben Vercharterer und eine Charterbasis Entwarnung gegeben. Nur Tanken und die Verproviantierung könnten Probleme bereiten. Auf Anfrage von Sailpress.com teilte Hartmut Holtmann, KH+P yachtcharter, mit:

"Bisher waren keine Kundenabfahrten von der Situation auf Guadeloupe oder Martinique beeinträchtigt worden. Unsere Partner haben uns versichert, dass die Kunden ihre Yachten ohne Probleme übernehmen können. Lediglich einzelne Versorgungsengpässe konnten zeitweise auftreten, so wurden Kunden geraten, ihre Yachten vor der Rückkehr nach Martinique auf St. Lucia z.B. aufzutanken, weil nicht immer Diesel an den Schiffstankstellen verfügbar sei. Offenbar haben die Unruhen inzwischen auch abgenommen, nachdem Sarkozy finanzielle Zuwendungen versprochen hat.

Das Auswärtige Amt hat keine Reisewarnung ausgesprochen bzw. von Reisen in die Gebiete gewarnt. Ein Aufenthalt außerhalb der Stadtzentren ist empfohlen, wo sich die Auseinandersetzungen abgespielt haben. Da die Yachten/Marinas alle weit außerhalb der Städte liegen, ist hier nach unseren Informationen auch alles insoweit in Ordnung."

KH & P liegt folgende Lagemeldung von DREAM YACHT CHARTER vor:

"Despite the extension of the strike in Guadeloupe and Martinique, DREAM YACHT CHARTER and its staff guarantee that all boardings occur in normal conditions.

This contestation movement in French West Indies is indeed disturbing, but it's not a situation of civil war nor anarchy.

The longlasting strike generates indeed disruptions in fuel and various items supplying, including foodstuff. But provisioning is easy in neighbour islands like St Lucia, Dominica, Antigua or St Martin, only a few hours sailing from Martinique or Guadeloupe.

However our staff constant efforts and sense of organization allow DREAM YACHT CHARTER to maintain embarkation as usual in Guadeloupe and Martinique.

Your clients can board serenely, our services are guaranteed."

Auch Markus Seebich, Sailingisland, konnte gegenüber Sailpress.com beruhigen:

"Wir sind mit eigener Yacht unterwegs und daher relativ autonom. Hatten lediglich Probleme, Diesel zu
bekommen, ansonsten konnte alles improvisiert werden. Auch die Transfers und
Flüge der Gäste liefen alle reibungslos."

Die beiden Briten an Bord der "Sara" - kurz vor ihrer Rettung.

Atlantik: Briten treiben 40 Tage mit Ruderschaden

Stuart Armstrong und Andrea Davies an Bord der Indian Point

Bahamas (SP) Atlantiküberquerungen sind für Stuart Armstrong und Andrea Davies schon fast Routine. Doch dieser Törn von den Kapverden nach Antigua wurde zum Alptraum: Am 3 Januar waren sie mit ihrer 42-Fuß-Yacht "Sara" in Saint Vincent gestartet, am 9. Januar brach das Ruder. Alle Reparaturversuche und auch das Ausbringen eines Treibankers blieben erfolglos. Weil genug Proviant an Bord war ließen sie sich treiben. Strom und zahlreiche Stürme ließen sie nordwestlich driften. Seennotleitstellen in USA und Großbritannien verfolgten den Kurs, auch Telefongespräche mit den Angehörigen waren etwa zweimal pro Woche möglich. Mehr mochten sie ihren solargestützten Batterien nicht zumuten. Als die Stromversorgung zusammzubrechen drohte, wieder ein sehr starker Sturm von der US-Coast Guard angekündigt war und auch die Kräfte nachließen, funkten sie Mayday. Das war 1200 sm nördlich von Antigua und kurz vor der Bahamas. Weil für die US-Coast Guard der Weg zu weit war, wurden Schiffe in der Umgebung alarmiert. Nur der Tanker Indian Point, unterwegs von Südamerika nach Amsterdam und etwa 70 sm entfernt, reagierte und änderte den Kurs. Dem Kapitän des 183 Meter langen Suptertankers gelang es am 18. Februar, längsseits zu manövrieren und das erschöpfte Paar zu retten. Am Sonntag wird die Indian Point in Amsterdam erwartet.
Quelle: Daily Mail online

Luxus pur: die Abu Dhabi Boat Show

Abu Dhabi (SP) Luxus-Liebhaber erwartete vom 12. bis zum 14. März in Abu Dhabi die erste Abu Dhabi Yacht Show, deren Vorbild die Yacht-Show in Monaco ist. Das Event, das jährlich in Abu Dhabi veranstaltet werden soll, stand unter der Schirmherrschaft Seiner Hoheit Sheikh Mohammed Bin Zayed Al Nahyan – der Kronprinz des Emirats.

Die geladenen Gäste konnten einige der weltbesten Motor- und Segelyachten mit Längen von 25 bis zu 88 Metern bestaunen. Neben der Ausstellung standen der „Superyacht Cup“, eine „Yacht Fashion Show“ und ein Golf Turnier auf dem Programm. Veranstaltungsort war das Abu Dhabi National Exhibition Center und die daran angrenzende 2,4 Kilometer lange Marina.

Organisiert wurde die Yacht Show von der Informa Yacht Group, dem weltweiten Führer im Yachting Events Management und Eigentümer der prestigeträchtigen „Monaco Yacht Show“ sowie der „Superyacht Cup Series“. Hauptsponsor ist die Abu Dhabi Tourism Authority (ADTA).

„Die Yacht Show hat zum Ziel, eine der exklusivsten und luxuriösesten Super Yachting Veranstaltungen zu werden“, sagte Seine Exzellenz Mubarak Al Muhairi, General Direktor der ADTA. Nähere Einzelheiten zur Abu Dhabi Yacht Show unter www.abudhabiyachtshow.com.

www.visitabudhabi.com.

Boatfit in Bremen: Schweres Wetter - was tun?

Bremen (SP) Was tun, wenn's stürmt? Die Risiken einer Fahrt bei Sturm, Sicherheitsaspekte, technische Fragen und das richtige Verhalten in Schwerwettersituationen diskutieren Experten bei der Boatfit, Deutschlands einziger REFIT- und Klassiker-Messe, die von Freitag, 27. Februar, bis Sonntag, 1. März, in der Messe Bremen stattfindet.

Kapitänleutnant a.D. Otto Stoehr, Segelmacher Albert Schweizer und Axel Lage, Experte in Sachen Yachtelektronik und -technik, geben Tipps beim Fachgespräch "Schwerwetterfahrt: Richtig vorbereiten & ausrüsten".
Freitag, 27. Februar, 13 Uhr; Sonnabend, 28. Februar, 11 Uhr; Sonntag, 1. März, 15 Uhr; Forum Halle 6.
Infos: www.boatfit.de

Antillen: Unruhen auf Guadeloupe und Martinique

Point-a-Pitre (18.2.2009) Der Tourismus auf Guadeloupe ist völlig zum Erliegen gekommen: Nach dem vierwöchigen Generalstreik sind heftige Unruhen ausgebrochen - mit Schießereien, einem Toten, vielen Verletzten und brennenden Straßenbarrikaden. Auch auf Martinique brodelt es.

Auslöser der Unruhen waren die hohen Lebenshaltungskosten in den französischen Übersee-Departements: Sie werden vom Festland subventioniert. Die Wirtschaft ist kaum entwickelt, der Tourismus ist Haupteinnahmequelle. Zahlreiche Produkte werden importiert. Die Proteste richten sich zunehmend auch gegen die ungleiche Verteilung der Reichtümer zwischen der zum Teil weißen Oberschicht und der mehrheitlich schwarzen oder dunkelhäutigen Bevölkerung. Mittlerweile hat sich die Protestbewegung auf weitere Überseegebiete wie Réunion im Indischen Ozean ausgeweitet.

Reiseveranstalter haben bereits Reisen nach Guadelopue und Martinique abgesagt. Beide Inseln drohen, im Chaos zu versinken.
Die Deutsche Welle berichtet: "In Guadeloupe und auf der Nachbarinsel Martinique ist das öffentliche Leben praktisch lahmgelegt. Schulen, Geschäfte, Banken, Ämter und Tankstellen bleiben größtenteils geschlossen. Auch die Müllabfuhr hat ihre Arbeit eingestellt. Wegen der angespannten Lage haben rund 10.000 Touristen ihre Urlaubsbuchungen auf beiden Inseln storniert. Der Hotelverband bezeichnete den Verlust der Reisebranche als katastrophal."

Das Auswärtige Amt warnt:

"Seit dem 20. Januar 2009 kommt es auf Guadeloupe und seit dem 5. Februar 2009 auch auf Martinique infolge eines Generalstreiks inselweit zu Versorgungsengpässen, die auch die Strom- und Wasserversorgung sowie die Müllabfuhr betreffen. Hiervon sind teilweise auch touristische Einrichtungen betroffen. Diese Streiks betreffen auch Tankstellen, die vielfach schließen mussten. Auf den Straßen in Guadeloupe haben Demonstrationen stattgefunden, infolge derer es an mehreren Tagen zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Ordnungskräften kam.

Es wird empfohlen, Demonstrationen zu vermeiden und sich bis zur Beruhigung der Lage in Gebäuden aufzuhalten.

Reisende sollten Kontakt zu ihren Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften halten."

Aktuelle Infos beim Auswärtigen Amt

Neu bei sailpress.com: Schutz gegen Mann über Bord

Life Tag - MOB System.

Düsseldorf (SP) Wie wird bei Mann über Bord (MOB) zuverlässig Alarm ausgelöst? Bei sailpress.com wird über die neuesten Notsender informiert. Mehr bei www.sailpress.com, Seemannschaft, Mann über Bord-Manöver.

Segeln in Irland

Dublin (SP) Dass Irland auch ein weltberühmtes Segelrevier ist, wird selbst vielen „Yachties“ erst wieder einmal bewusst, wenn sich die besten Segelcrews der Welt wieder einmal in den fordernden Gewässern rings um den Fastnet Rock sportlich bekämpfen.

Den Iren war immer bewusst, welch großartige Segelreviere vor ihren grünen Küsten liegen. Das beweist der Royal Cork Yacht Club, der 1720 gegründet wurde und mithin der älteste Yachtclub der Welt ist. Er hat zwischen Atlantik und Irischer See nicht nur unzählige Nachfolger gefunden, überall entlang der Uferlinie, aber auch an den Seen im Landesinneren sind sehr viele Segelschulen entstanden. Sie bieten nicht nur Anfängerkurse, sondern auch spezielle Schulungen für fortgeschrittene Segler. Wer mag, kann dabei auch traditionsreiche Boote wie die Galway Hooker an der Westküste kennen lernen.

Die Irland Information hat eine spezielle kostenlose Broschüre mit dem Titel „Segelurlaub in Irland“ zusammengestellt. In ihr sind die wichtigsten Häfen, die Segelschulen und die Yacht-Vercharterer zusammengestellt.

Informationen:

Republik Irland:
Irish Sailing Association: www.sailing.ie
Sailing Holidays in Ireland: www.sailireland.com, Tel: +353-(0)21-477 2067

Interessant sind auch die folgenden Adressen:

Irish National Sailing School
Internet: www.inss.ie

Nordirland:
Royal Yachting Association Northern Ireland Council
Internet: www.ryani.org.uk

Segel-Links Irland
» www.sailing.ie
» www.sailireland.com
» www.inss.ie
» www.ryani.org.uk

NEU: EPIRB-Seenotbake global-C plus

Düsseldorf (SP) Der in Deutschland entwickelte und gebaute „global-C plus“ von navtec weist eine Vielzahl von Neuheiten auf, die es für die COSPAS/SARSAT-Baken bisher nicht gab. Mehr unter www.sailpress.com (Seefunk)

Suchaktion für vermissten Fischer in der Nordsee

Bremen (SP) Niederländische Fischer haben Dienstagmittag (02.02.09) den Leichnam ihres bei einer Fangreise in der Nacht zuvor in die Nordsee gestürzten Kollegen geborgen. Es handelt sich um den 53-jährigen Fischer Geerd T. aus Delfzijl. Das teilte die Seenotleitung der DGzRS mit. Einer alten Tradition folgend, hatten die Besatzungen von zehn niederländischen Fischkuttern mit ausgebrachten Netzen die Suche nach dem Leichnam durchgeführt. Die beteiligten Einheiten der DGzRS, der Bundespolizei, der dänischen Marine sowie deutsche und niederländische Hubschrauber haben damit die offizielle Suchaktion beendet und sind in ihre Heimat – und Zielhäfen zurückgekehrt.

Bei einer Fangreise in der Nordsee war in der Nacht zum Dienstag ca. 70 Seemeilen nordwestlich Helgoland ein Besatzungsmitglied von dem niederländischen Fischkutter „Adriaantje“ aus Urk in die fünf Grad kalte Nordsee gestürzt. Die DGzRS(Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) leitete um 22 Uhr umgehend eine weiträumige Suche ein.

Die Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN / Station Norderney, ALFRIED KRUPP / Station Borkum und zeitweise JOHN T.ESSBERGER / Station Helgoland, ein Schiff der Bundespolizei, eine Fregatte der dänischen Marine, das Mehrzweckschiff „Mellum“ der Wasser- und Schifffahrtsbehörde, zehn niederländische Fischkutter sowie zwei Hubschrauber mit Infrarot-Geräten suchten den Vermissten bis in die frühen Morgenstunden. Lediglich ein treibender Rettungsring wurde gefunden. Von dem vermissten Fischer fehlte zunächst jede Spur. Während der Nacht zum Dienstag wurden Wellenhöhen bis zu vier Meter bei stürmischen Ostwinden gemessen.

Schon am 16. Januar 2009 hatten die Seenotrettern der Station Helgoland Kontakt mit der „Adriaantje“: Bei stürmischem Südost-Wind mit sieben Beaufort (ca. 60 km/h) trieb der 42 Meter lange Kutter mit zwei Mann Besatzung manövrierunfähig auf Helgoland zu: Er hatte sich das Fangnetz in den Propeller gezogen. Es gelang den Seenotrettern, ihn rechtzeitig auf den Haken zu nehmen und in den Schutzhafen nach Helgoland einzuschleppen.

Google Earth - Blick unter den Meeresspiegel

Hamburg (SP) „Google Earth“ ist in der Version 5.0 verfügbar und bietet eine neue Funktion: Mit dem Modul „Google Ocean“ taucht man auf den Meeresgrund und entdeckt Schiffswracks und Riffe. Noch allerdings sind die Infos zum Beispiel auch über Korallen, Fauna und Flora dürftig. Beim Heranzoomen an das Meer erscheint die Wasseroberfläche transparent. Es können auch die Routen von Meerestieren verfolgt werden, die mit Sendern versehen wurden. Wie bei allen "Google Earth"-Projekten können User wieder ihre Bilder und Videos einstellen. Download

Hier geriet die "Taube" vermutlich in Grundseen


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"Taube": Erster Bericht vom Untergang

Tübingen (SP) Auf der Internetseite des Vereins "Migrobirdo" ist der erste Bericht zum Untergang der "Taube" erschienen. Er stützt sich unter anderem auf die Aussagen der einzigen Überlebenden, einer 19-jährigen Deutschen. Zwei Leichen wurden bislang geborgen: eine Dänin und eine Slowenin (20) wurden weit voneinander entfernt gefunden. Auf der Seite heißt es unter anderem:

"Die Taube fuhr Montag Abend um ca. 22:00 Uhr in Larache los. Sie entschieden sich trotz schlechter Wetterbedingungen zum Auslaufen, da sie sich durch häufige, unfreundliche Kontrollen der Behörden im Hafen unwohl fühlten. Zielhafen sollte vermutlich Mohammedia sein.

Da einige mit Seekrankheit zu kämpfen hatten und der Rest der Crew erschöpft vom Segeln war, entschieden sie sich, Mehdia anzulaufen. Nach Angaben der Überlebenden waren sie sich der besonders gefährlichen Brandung nicht bewusst.

Wieso die Gefahr falsch eingeschätzt wurde, ist uns ein Rätsel. Der Skipper war seit der Ostsee fast immer an Bord gewesen, meist als Schiffsführer. Er verfügte über einen Sportbootführerschein und hatte an einem Theoriekurs zum Sportküstenschifferschein teilgenommen.

Das Unglück geschah am Dienstag Abend um ca. 18:00 Uhr Ortszeit, also kurz vor der Abenddämmerung. Die Taube befand sich kurz vor den Hafenmolen oder vielleicht sogar zwischen diesen. Sie hatten gerade den Motor angekurbelt (weshalb mindestens einer seine Rettungsweste auszog). Die Personen unter Deck trugen ebenso keine Rettungswesten.

Plötzlich neigte sich das Boot stark nach vorne unten, ein oder zwei der vorderen Fenster wurden eingeschlagen, und durch den Niedergang kam ein Brecher ins Innere. Die Überlebende selbst war bis dahin seekrank in der Kajüte gelegen. Nun verließ sie so schnell es ging die Kajüte, stand noch kurz an Deck, und wurde dann vom nächsten Brecher über Bord gespült. Ihrer Wahrnehmung nach kamen alle raus. Als sie an Deck stand, konnte sie noch kein Land sehen, was bei mehreren hundert Meter Breite der Flussmündung nicht heißt, dass sie noch weit draußen waren.

Als sie im Wasser schwamm sah sie nichts mehr vom Schiff, nur noch eine andere Person auf einem anderen Wellenberg. Sie hielt sich an einer Isomatte fest, die neben ihr trieb, und schwamm auf das Land zu, wo ihr Fischer dann eine sichere Stelle um an zu Land gehen zeigten. Sie schätzt, dass sie höchstens 20 Minuten im Wasser war.

Was mit der Taube weiter geschah, ist nur Spekulation. Es muss noch jemand die Zeit gehabt haben, die Epirb auszulösen, denn so lange sie in der Wandhalterung in der Kajüte steckte, war sie magnetisch gegen Fehlalarm gesichert.

An Seenotausrüstung standen ansonsten zur Verfügung: Je Person eine Schwimmweste mit Sorgleine, UKW-Funkgerät, Signalfackeln, Fallschirmraketen, Beiboot und etliches mehr.

Bei der Taube handelte es sich um eine Kielschwert-Yacht aus Stahl. Das heißt, sie hatte einen massiven, breiten Kiel aus Stahl, der mit Zement und vermutlich Blei gefüllt war, um Kentersicherheit zu erzielen. Mit diesem hatte sie einen Tiefgang von etwa 0,95 m. Ein Schwert aus Edelstahl konnte mit Hilfe einer Winde hinab gelassen werden, womit sie einen Tiefgang von ca. 1,60 m hatte. Wir gehen davon aus, dass sie über einen für Yachten üblichen Stabilitätsumfang, d. h. Kentersicherheit, verfügte. Dieser Bootstyp hat in Gezeitengewässern wie der Nordsee durchaus Tradition. (vgl. z. B. SY “Kathena”, mit der W. Erdmann in den 60-igern die Erde umsegelte.)

Nach unserer Meinung spielte in dieser Brandungszone jedoch weder die Notausrüstung noch die Art des Bootes (Größe, Stabilität etc.) eine Rolle: Kein Sportschiff hat eine ernsthafte Chance, eine derartige Grundsee heil zu überstehen.

Da an der Unglücksstelle ablandige Strömung herrschte, muss es extrem schwierig gewesen sein, sich schwimmend zu retten. Dies erklärt, warum sich nur eine Person (ohne Schwimmweste!) retten konnte.

Nach unserem Wissen wurde die Taube noch nicht gefunden. Alles, was man bisher, fand ist eine Tote und eine Rettungsweste sowie mehrere Holzteile. (...)"
Link zur Vereinseite
Link zum Video von den Vorbereitungen

Mit Multiple-Choice zum Sportbootführerschein

Düsseldorf (SP) Anlässlich der Eröffnung der 40. Internationalen Bootsausstellung "boot 2009" in Düsseldorf kündigt Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee eine Modernisierung der Sportbootführerscheine an: "Wir wollen das Führerscheinausbildungs- und Prüfungssystem an moderne didaktische Anforderungen anpassen und das gesamte System für Sportbootführerscheine entbürokratisieren. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag, den Wassersport auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch attraktiver zu machen."

Ziel der Reform sei die Umstellung der theoretischen Prüfung auf ein Multiple-Choice-Verfahren. Die theoretischen Prüfungsinhalte sollen überarbeitet, praxisferne Wissensfragen entfernt und dafür neue Aspekte, wie zum Beispiel der Umweltschutz, integriert werden. Der praktische Teil soll ausgebaut werden.

"Nur das sichere Beherrschen von Notsituationen kann Leben retten - nicht nur das eigene, sondern auch das Dritter", so Tiefensee.

Die Prüfungsabnahme für den amtlich anerkannten Sportbootführerschein erfolgt wie bisher durch die Verbände des Deutschen Motoryachtverbandes (DMYV) und den Deutschen Seglerverband (DSV). Die Reform und Umstellung soll bis Ende 2010 in Kraft treten.
Quelle: DSV

Deutsches U-Boot soll geborgen werden

Oslo (THB) Fast 65 Jahre nach seiner Versenkung soll das Wrack des deutschen U-Bootes U-864 vor Norwegens Küste aus 150 Meter Tiefe geborgen werden. Wie Fischereiministerin Helga Pedersen am Freitag bestätigte, beugte sich die Regierung mit ihrer Entscheidung den beharrlichen Forderungen von Umweltschützern und Anwohnern. Sie hatten immer wieder vor den Gefahren von 67 Tonnen hochgiftigem Quecksilber in dem U-Boot für die Umwelt und die Fischerei in der Küstenregion nördlich vor Bergen gewarnt.

Die Kosten für die Bergung durch ein niederländisches Spezialunternehmen werden auf mehr als eine Milliarde Kronen (110 Millionen Euro) veranschlagt. Vor allem wegen des enormen finanziellen Aufwandes einer Hebung hatte die norwegische Küstenbehörde Ende letzten Jahres die Einbetonierung des Wracks empfohlen. Pedersen meinte zur anderslautenden Entscheidung der
Regierung: «Wir haben die Beunruhigung unter den Küstenanwohnern und die Risiken für die Fischerei ernst genommen.»

Das U-Boot war am 7. Februar 1945 von Bergen aus zu einer Fahrt in das mit Nazi-Deutschland verbündete Japan aufgebrochen. An Bord waren neben 70 Besatzungsmitgliedern und drei mitreisenden Gästen geheime Rüstungskomponenten und Konstruktionszeichnungen sowie das Quecksilber für die japanische Luftwaffe.

Kurz nach der Umkehr wegen eines Maschinenschadens wurde das U-Boot am 9. Februar vom britischen U-Boot «Venturer» geortet, verfolgt und versenkt. Alle Männer in der U-864 kamen ums Leben. Das Wrack wurde erst im März 2003 nahe der Insel Fedje entdeckt. Die Regierung in Oslo hatte sich Anfang 2007 ursprünglich schon für die Einkapselung des Wracks entschieden. Dafür wurden umgerechnet etwa zwölf Millionen Euro geschätzt, ungefähr ein Zehntel der Kosten einer Bergung.
Quelle: THB

boot 2009: Rettungsweste mit Peilsender

Düsseldorf (SP) Ein integrierter Seenotsender mit Peilantenne macht eine neuartige Rettungsweste sicherer. Im Ernstfall, also bei Mann über Bord, hilft ein Ortungssystem bei der Suche und Rettung (SAR). Es ist bereits bei vielen Profis im Einsatz. Mehr bei www.sailpress.com, boot 2009 special.

Tragisches Ende eines Friedenstörns

Die "Taube" Anfang Januar 2009 in Cabo de Pino westlich von Malaga.

Deutsche Yacht vor Marokko gesunken

Die Crew der "Taube".

Rabat (sp) Vor der marokkanischen Hafenstadt Mehdia ist die deutsche 8,5-Meter-Segelyacht "Taube" mit sieben Seglern an Bord im Sturm gesunken. Eine 19-jährige Deutsche konnte an Land schwimmen, die sechs Mitsegler, darunter drei Deutsche im Alter zwischen 17 und 28 Jahre, werden vermisst. Die Crew war für das Tübinger Projekt "Migrobirdo" zur Völkerverständigung unterwegs. Die Segler wollten nach Rabat fahren. Wegen eines Sturms und fünf Meter hoher Wellen fürchteten sie, die Hauptstadt nicht zu erreichen. Sie wollten daher Mehdia anlaufen, unterschätzten aber offenbar die Gefahren beim Anlaufen. Das Stahlboot kenterte in der Nacht zu Mittwoch. Die Europäer hätten versucht, ohne Hilfe der Hafenaufsicht anzulegen, sagte ein Behördensprecher. "Das war ein großer Fehler." Die Einfahrt in den engen Hafen gilt bereits bei ruhiger See als riskant. Bei den vermissten Deutschen handelt es sich um zwei junge Männer aus Baden-Württemberg im Alter von 17 und 24 Jahren sowie einen 28-Jährigen aus Hamburg. Die anderen vermissten Segler, darunter zwei Frauen, stammen aus Österreich, Dänemark und Slowenien. Die Deutsche wurde in ein Krankenhaus gebracht, das sie inzwischen wieder verlassen konnte. Die Polizei hatte zwei Tage lang vergeblich mit Hubschraubern gesucht.

Die sieben Segler waren mit dem Tübinger Migrobirdo, Verein für Völkerverständigung e.V., zu einem Segeltörn mit Ziel Lateinamerika gestartet. Während der Törns wollten sie Verbindungen zwischen politisch und künstlerisch Aktiven, Kleinbauern und sozialen Einrichtungen aufbauen, Seminare halten, Straßenkunst aufführen und Gäste einladen. Der Verein hat das Boot 2007 selbst restauriert. 2008 begann die Seereise.

In 2007 mehr Menschen aus Seenot gerettet

Bremen (SP) Im vergangenen Jahr sind wesentlich mehr Menschen in Seenot geraten als 2007. Die Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) musste nach eigenen Angaben 1105 Menschen auf Nord- und Ostsee retten. 2007 waren es 923. Die Einsatzzahlen blieben aber fast gleich: 2008 liefen die Seenotkreuzer und -rettungsboote 2102 Mal aus. Häufiger als im Vorjahr musste die DGzRS zwischen Anfang Juni und Ende August Freizeitskippern helfen. Weniger Regentage als häufige und kurze, kräftige Starkwind- und Sturmperioden hätten die Freizeitskipper in Bedrängnis gebracht. Allein am Wochenende um den 22. Juni 2008 bargen die Retter 60 Hobbyschiffer aus Nord- und Ostsee.

Landrettung von See

Die verletzte Frau wird ins Bordhospital der "Wilhelm Kaisen" getragen.

Seenotretter vor Rügen im Einsatz

Sassnitz (SP) In einer dramatischen Rettungsaktion musste am Sonntag, 18. Januar, eine schwer verletzte Frau von den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an der Steilküste zwischen Sellin und Binz auf Rügen geborgen werden.

Die 64jährige Frau aus Berlin war bei einer Wanderung an der Küste schwer gestürzt und hatte sich einen Beinbruch zugezogen. Per Handy alarmierte ihr Ehemann Feuerwehr und Rettungssanitäter, die sich auf dem Fußweg zur Unglücksstelle aufmachten. Der kleine vorgelagerte Strand der Steilküste ist an dieser Stelle zwischen Binz und Sellin Höhe Granitzer Ort mit riesigen Steinen übersät. Die Frau wurde von den Sanitätern erstversorgt. Eine Bergung per Hubschrauber war aufgrund des diesigen Wetters mit äußerst begrenzten Sichtverhältnissen nicht möglich.

Der Seenotkreuzer WILHELM KAISEN der Station Sassnitz nahm deshalb zwischenzeitlich einen Notarzt an Bord und lief zu der ca. 8 Seemeilen entfernten Unfallstelle. Bei auflandigen Wind mit vier bis fünf Beaufort gestaltete sich die Übernahme der Patientin äußerst schwierig. Das Tochterboot der WILHELM KAISEN schleppte ein flaches Schlauchboot mit einer Vakuumtrage in Richtung Ufer. Paddelnd brachte ein Rettungsmann das Schlauchboot durch die mit Steinen übersäte Küste an den Strand, wo die Patientin übernommen wurde. Per Schlauchboot und Tochterboot konnte sie schließlich auf den Seenotkreuzer übergeben werden, wo sie vom Notarzt weiterversorgt wurde.

In Sassnitz wurde die Frau um 15.10 Uhr an den Rettungstransportwagen zum Weitertransport ins Krankenhaus übergeben.

Neu: Sailpress-Special zur boot 2009 in Düsseldorf

Es werde Licht.

Düsseldorf (SP) Alle Neuigkeiten von der boot 209 in Düsseldorf rund um das Thema Sicherheit auf dem Wasser für Segler und Motorbootfahrer bei www.sicher-segeln.de, [boot special, mehr]

Neue Ausgabe: Sicherheit für Wassersportler 2008

Berlin (sp) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtenwicklung (BMVBS) hat zwei bekannte Broschüren zum Thema Sicherheit auf See ("Sicherheit im See- und Küstenbereich" und "Sicherheit auf dem Wasser") in einer neuen Ausgabe vereinigt: Sicherheit auf dem Wasser - Wichtige Regeln und Tipps für Wassersportler, Ausgabe 2008, ist soeben erschienen. Sie ist auf der boot 09 am BMVBS-Stand in der Halle 14, Stand A 54, erhältlich. Sie ist auch als Download erhältlich. Mehr im Download-Bereich von www.sailpress.com, [mehr]

Ibiza: Spanische Hafenbehörde als Abzocker?

Hamburg (SP) Die Kreuzer-Abteilung des DSV warnt Skipper, vor Ibiza-Stadt zu ankern. Wiederholt seien Fälle bekannt geworden, in denen Skipper mit Hinweis auf ein angebliches Ankerverbot zu horrenden Strafzahlungen bis 6000 Euro aufgefordert wurden. Einkassiert wurden dann jeweils 3000 Euro. Die betreffenden Yachten hatten jeweils neben anderen Ankerliegern gelegen. Mehr unter www.kreuzer-abteilung.org.

Karibik: Segler treiben vier Tage in Rettungsinsel

Gerettet: Pascal Bazin (links), seine Frau Alexis und die Kinder Joelle und Melanie an Bord der TTS Chacachacare, Coast Guard. Quelle: Trinidad & Tobago Express

Trinidad and Tobago (SP) Eine vierköpfige französische Familie aus Nantes trieb nach der Havarie ihres Katamarans vier Tage in einer Rettungsinsel, bis sie von SAR-Kräften gerettet wurde. Wie der Trinidad & Tobago Express berichtet, war Pascal Bazin auf dem Weg von Martinique nach Venezuela in schweres Wetter geraten. Ein Brecher hatte am 25. Dezember seine Yacht beschädigt, sie machte Wasser. Man entschied sich, das Boot aufzugeben und in die Rettungsinsel zu gehen. Zuvor konnte Bazin noch einen Notruf senden. Mehrere Coast Guards, darunter Barbados, Martinique sowie Trinidad und Tobago, begannen mit der Suche. Von Barbados und Martinique starteten Suchflugzeuge. Sonntagnacht entdeckte eine Maschine eine rote Seenotrakete. Die Trinidad and Tobago Coast Guard, die wegen ihrer Ausstattung für SAR-Aktionen bis St. Vincent zuständig ist, schickte die TTS Chacachacare mit ihrer 20-köpfigen Crew ins Suchgebiet. Gegen 18.30 Uhr fand die Crew die Rettungsinsel. Mit einem Speedboat (Pacifik 24) wurden die Schiffbrüchigen an Bord gebracht. In der Rettungsinsel fanden die Retter Wasserbehälter, verschiedene Raketen, Taschenlampen, Essensrationen und andere überlebenswichtige Gegenstände.: "Das hat der Familie vermutlich das Leben gerettet."

Neue Broschüre: Sicherheit für Wassersportler

Köln (SP) Leider nur Allgemeinplätze zum Thema Sicherheit auf See für Wassersportler bietet die neue Info-Broschüre des Fachverbandes Seenot-Rettungsmittel. Kollektive Rettungsmittel wie Rettungsinseln, aber auch Rettungswesten, Signalmittel, Kälteschutzanzüge und Wartung sind die Themen, die kurz gestreift werden. Weiterführende Infos sucht man vergebens. Zitat: "Detaillierte Auskünfte zu den Klassen der Signalmittel sind bei der Wasserschutzpolizei, im Fachhandel sowie den zuständigen Ordnungsbehörden zu bekommen." Ausführlich werden nur die Arbeit des Verbandes sowie die Mitgliedsunternehmen dargestellt.
Download (externer Download)

Türkei: Festmachen an Bäumen verboten

Hamburg (SP) Wie die Kreuzer-Abteilung des DSV meldet, müssen sich Türkei-Segler im kommenden Jahr auf neue Methoden beim Ankern in Buchten einstellen. Das seit längerem geltende Gesetz, demzufolge das Festmachen an Bäumen am Strand verboten ist, soll in der kommenden Saison 2009 stärker kontrolliert werden. Damit sollen die Bäume geschützt werden, an denen sogar mit schweren Ketten "geankert" wird. Weil in den meisten Buchten der Untergrund schnell steil abfällt, ist das römisch-katholische Anlegen bei Gullets und Yachten sehr beliebt, weil oft die einzige sichere Ankermethode: auf großer Tiefe den Anker fallen lassen und dann einen Schwimmer mit der Heckleine an Land schicken. Da müssen sich Skipper künftig etwas Anderes einfallen lassen.



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