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Ab in die Rettungsinsel

Wir gehen in die Rettungsinsel

Und tschüss!

Never leave the ship until the ship leaves you.

(Alte Bauernregel)


Jetzt wird die Seefahrt richtig lustig...

Es ist passiert, der Kahn säuft uns unterm Hintern weg.
Jetzt greift die Seenotrolle: Die Rettungsinsel-Leute haben das Paket klargemacht, haben die Befestigung der Halte-/Reißleine am Schiff überprüft und werfen das Teil ins Wasser.

Und... es passiert nix. Gar nix.
Weil die Rettungsinsel eben nicht automatisch aufgeht, wie das immer noch einige Leute glauben.
Wir müssen erst ordentlich die Halte-/Reißleine herausziehen (meist mehrere Meter!), bevor sich das Inselchen aufbläst.

Einsteigen - aber möglichst trocken!

Jetzt beginnt der Kampf gegen die Unterkühlung: Also direkt in die Insel steigen. Nur im äussersten Notfall ins Wasser hopsen.
An den Notbeutel mit Logbuch, Navi-Ausrüstung (Handfunke, GPS), Wasser und Pillen gegen Seekrankheit denken.

Alles über die Rettungsinsel

So nicht: Die Halte-/Reißleine muss belegt sein.

Verhalten im Seenotfall - Überleben auf see

Eine Sollbruchstelle verhindert, dass die Insel
vom sinkenden Schiff in die Tiefe gezogen wird.
Außerdem ist immer ein Messer in der
Rettungsinsel.



Auszug aus "Sicherheit in der Sportschiffahrt im See- und Küstenbereich"
(Hrsg.: Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie, BSH):

VERHALTEN IN SEENOT

1) Maßnahmen an Bord

Grundsätzlich gilt:

Ruhe bewahren! Nicht überstürzt oder unüberlegt handeln! So lange wie
möglich an Bord bleiben! Denn ist die Besatzung gezwungen, das Fahrzeug
zu verlassen, drohen ihr Unterkühlung, Ertrinken, Verdursten, Seekrankheit,
Erschöpfung und Schädigung durch Mineralöl.

Nicht rauchen! Eventuell auslaufender Brennstoff kann sich leicht entzüdenden.
Kein Alkohol! Alkohol vermindert Reaktionsfähigkeit, fördert die
Unterkühlungsgefahr, entzieht dem Körper Wasser und erhöht den Durst. Mit den
vorgeschriebenen Notzeichen auf die Notlage und die Notwendigkeit der Hilfe
hinweisen! Steht eine Funkanlage
zur Verfügung und konnte nach Auslösung des Alarms Kontakt mit Seenotkreuzern,
SAR-Luftfahrzeugen oder anderen Schiffen aufgenommen werden,
sollte diesen Fahrzeugen so genau wie möglich übermittelt werden:

- Die Art der benötigten Hilfe

- Zustand des Fahrzeugs und der Besatzung

- Kurs und Geschwindigkeit zu einem evtl. vereinbarten Treffpunkt

- Wetter in dem betreffenden Seegebiet

- Einzelheiten, die das Erkennen des Fahrzeugs erleichtern, insbesondere
welche Mittel hierfür verwendet werden, z. B. Flaggen, Rauchsignale,
Scheinwerfer, Signalspiegel.

Wichtig: möglichst trocken ins Liferaft

Wer trocken in die Insel kommt, lebt länger.

Kampf gegen die Unterkühlung

Kann das Verlassen des Fahrzeugs nicht mehr länger hinausgeschoben werden,so ist vor dem Vonbordgehen reichlich wärmende Kleidung anzuziehen, um der Unterkühlung vorzubeugen. Besonders geschützt werden müssen Kopf und Nacken, weil hier die wärmeabgebenden Blutgefäße dicht unter der Haut verlaufen. Eng anliegende Kleidungsstücke, die zusätzlich an Händen und Füßen zugebunden werden, sind zu bevorzugen und Hände und
Füße möglichst durch Handschuhe und Schuhe zusätzlich zu schützen.

Die Tragfähigkeit der Rettungswesten wird durch zusätzliche Kleidung nicht
beeinträchtigt, vielmehr erhöht die in der Kleidung befindliche Luft den
Auftrieb. Schuhzeug, das die Tragschläuche oder den Boden von
Rettungsflößen oder Schlauchbooten beschädigen kann, sollte nicht getragen werden.

Nach Möglichkeit sollte vor dem Verlassen des Fahrzeugs noch reichlich
warme gesüßte Flüssigkeit getrunken werden, um eine Flüssigkeitsreserve
zu besitzen.

Wenn es die Zeit gestattet, sollten - soweit erforderlich und möglich -
folgende Gegenstände in das Überlebensfahrzeug (Boot oder Rettungsfloß)
gegeben werden, um die Überlebenschancen zu erhöhen:

*Decken und/oder Kälteschutzsäcke und wärmende Kleidungsstücke, Getränke und Lebensmittel.

*Zusatzausrüstung wie tragbares Sprechfunkgerät, Seenotsender, Rundfunkempfänger, Taschenlampe, Taschenmesser, Tauwerk, Fernglas und
Erste-Hilfe-Verbandkasten.

* Da treibende Gegenstände aus der Luft gut auszumachen sind, sollten
schwimmende Teile ins Wasser geworfen werden. Rot-weiß-farbige Sachen
sind besonders gut zu erkennen.

In der Insel: Wir kotzen uns die Seele aus dem Leib. Unter anderem...


(c) Q-Visions Media Andrea Quaß